Burgenland-Resort: Familienurlaub mit allen Schikanen

(c) Burgenland-Resort
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Reiter's Burgenland-Resort in Bad Tatzmannsdorf hat vor kurzem fünf Smileys bekommen - die höchste Auszeichnung für ein Kinderhotel. DiePresse.com hat das Resort besucht, um herauszufinden, ob es hält, was es verspricht.

Mit Kindern zu verreisen, kann ein logistischer Kraftakt sein. Besonders dann, wenn sie noch klein sind. Passt das Essen? Was muss man alles einpacken? Bietet der Urlaubsort ein bisschen Unterhaltung für die Kleinen? Es soll ja auch Urlaub für die Kinder werden.
Hotelkataloge versprechen oft viel. Den perfekten Familienurlaub. Manchmal entpuppt sich die großartig angepriesene Kinderbetreueung dann aber als lieblose Spielecke mit abgegriffenen Second-Hand-Spielsachen. Das kann fatale Folgen haben, denn wenn der Nachwuchs im Urlaub keinen Spaß hat, brauchen die Eltern gar nicht mehr an Erholung zu denken. Das Avance-Hotel in Reiter's Burgenland-Resort hat sich ganz dem Motto verschrieben: "Gefällt es den Kindern, lieben es die Eltern". Dafür hat das Vier-Sterne-Hotel mit fünf Smileys nun auch die höchstmögliche Auszeichnung von KinderHotels bekommen.

Alles für die Kinder

Karl J. Reiter, Tiroler Gastronom und Mastermind des Burgenland-Resorts, ist kein Aufwand zu groß, um vor allem den kleinen bis mittelgroßen Gästen jeden erdenklichen Wunsch zu erfüllen. "Wenn ich nur das Geld hätte, um alle meine Ideen verwirklichen zu können", sagt Reiter im Gespräch mit DiePresse.com. So hat er erst vor wenigen Wochen eine eigene Spielpagode direkt an das Avance-Hotel angedockt. Ein 2000 Quadratmeter großer Indoor-Spielbereich stellt jeden herkömmlichen Kindergarten in den Schatten. In einem eigenen Theater finden 250 Zuschauer Platz. 200 Quadratmeter gehören den ganz Kleinen.

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Bei der Kinderbetreuung wird an jede Alterklasse gedacht. Ein Team von über 15 Mitarbeitern sorgt ungezwungen und herzlich für Abwechslung. Damit das Angebot auch dem Alter entspricht gibt es drei Gruppen: Die "Zwutschgerl" von sechs Monaten bis drei Jahren, die "Kiddys" im Alter von drei bis sieben und die "Kids", die Acht- bis Zwölfjährigen.
Nach anfänglichen Berührungsängsten, nutzen die Kleinen die Abwechslung freiwillig und drängen die Eltern, sie in den Kinderclub zu bringen. Da staunt so manche Mama.
In Sachen Badevergnügen dürfen die Kinder in der speziell für sie konzipierten Waterworld alles, was man in einem Schwimmbad normalerweise nicht darf: toben, lärmen, hineinspringen, spritzen, planschen und rutschen. Hoteleigenes Wasserspielzeug vor allem für die ganz kleinen Wasserratten gibt es in Hülle und Fülle. Also kann man auch das neben Bademänteln und Badetüchern zu Hause lassen.
Die Badelandschaft ist in drei Tiefenregionen eingeteilt, um hier auch allen Körpergrößen gerecht zu werden. Dadurch, dass der Pool mit geheiztem Süßwasser und nicht mit Thermalwasser gefüllt ist, können die jungen Gäste hier auch so lange im Wasser bleiben, wie sie wollen.
Ein weiters Highlight ist das Kinderrestaurant. Hier ist alles in der richtigen Höhe: die Stühle, die Tische, das Buffet die Saftbar. Nur die Köchin steht eine Stufe tiefer, damit sie sich bei ihrer Arbeit nicht den Rücken verrenken muss. Beim Essen legt die Hotelküche, die übrigens ausgezeichnet kocht, besonderen Wert auf ausgewogene Ernährung. Zuckerl, Schlecker und anderen Magenkleister sucht man im Resort vergeblich. Die Kinder fragen aber auch nicht danach.
Das umfangreiche Angebot für die junge Generation beeindruckt viele Gäste. Fragt man die Urlauber, erklären nicht wenige, dass sie schon zum zweiten oder dritten Mal hier seien, weil es den Kindern so gut gefällt.

Ein Preis, alles drin

Badezeug, Bademantel, Zimmerschlüssel. Das ist alles, was man am Tag braucht. Bargeld oder Kreditkarten kann man getrost im Zimmersafe versperren. Denn im Avance-Hotel ist alles inklusive. Soviel und sooft man will kann man gemütlich einen Kaffee oder ein Eis oder gleich beides an der Pool- oder Hotelbar genießen. Das ausgezeichnete Mittagsbuffet und Abendmenü im Restaurant lässt keine Wünsche offen, weder beim Essen noch beim Trinken. Denn man bekommt zum Essen beispielsweise nicht irgendeinen billigen Tafelwein serviert, sondern Qualitätsweine der regionalen Winzer. Und da sind die Burgenländer ja keine Anfänger.

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Auch für die Eltern.

Aber nicht nur für die jungen Gäste, sondern auch für ältere Semester hat das Resort einiges auf Lager. Glanzstück ist sicherlich der Neun- und 18-Loch Golfplatz. Obwohl Golf Tennis bereits den Rang abgelaufen hat und heutzutage eher der Driver als das Racket geschwungen wird, hat das Burgenland-Resort auch den Anhängern des weißen Sports Sandplätze im Freien und Hallenplätze zu bieten.
Und noch eine Spezialität hat sich der Pferdeliebhaber Reiter einfallen lassen. 25 Lipizzaner beheimatet das Resort seit 2006 am hoteleigenen Gestüt.

Eigentlich sind es zwei Hotels, die zum Burgenland-Resort gehören. Das All-Inclusive Avance-Hotel und das Fünf-Sterne Hotel Supreme. Die beiden Häuser sind mit einem unterirdischen Gang verbunden, wo man in diversen Geschäften ausreichend Gelegenheit zum Einkaufen findet. Während im Alles-Inklusive-Avance-Hotel Familie und Kinder im Vordergrund stehen, wartet das Supreme-Hotel Exklusivität und Wellness auf. Immerhin ist das Supreme mit seinen 7000 Quadratmetern Wasserfläche die größte private Therme Europas.
Errichtet wurde die Anlage in den frühen Neunzigern vom Hotel-Konzern Steigenberger. 2004 kaufte Karl J. Reiter das Gelände und verwirklichte sein ganz persönliches touristisches Gesamtkonzept. In seinem 120 Hektar großen Resort vereint er Hotelerie, Gastronomie, Sport, Shopping und Wellness. Das ist ihm gelungen. Irgendwie fühlt man sich im Burgenland-Resort wie auf einer Kreuzfahrt. Alles ist unter einem "Dach". Nur dass es nicht von Hafen zu Hafen fährt, sondern das ganze Jahr 115 Kilometer südlich von Wien ankert.

(mare)


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