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Kein Handschlag für Israeli: Ägyptischer Judoka nach Hause geschickt

Islam El Shehaby gegen Or Sasson
Islam El Shehaby gegen Or SassonREUTERS
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Islam El Shehaby, der seinem israelischen Gegner den Handschlag verweigert hat, wurde vom IOC gerügt und musste abreisen.

Der ägyptische Judoka Islam El Shehaby, der bei den Olympischen Spielen in Rio für einen Eklat gesorgt hat, als er seinem israelischen Gegner Or Sasson nach dem Kampf den Handschlag verweigert hat, wurde mit einer scharfen Rüge des Internationalen Olympischen Komitees nach Hause geschickt. Wie das IOC mitteilte, befand die eingesetzte Disziplinarkommission, dass El Shehabys Verhalten gegen die Regeln des Fairplays und die olympischen Werte verstoßen habe. Der Judoka habe einen "strengen Verweis für unangemessenes Verhalten" erhalten. Die Disziplinarkommission forderte zudem das nationale olympische Komitee Ägyptens auf, seine Sportler künftig vor den Spielen über die olympischen Werte zu informieren.

Auch das Nationale Olympische Komitee Ägyptens verurteilte der IOC-Mitteilung zufolge das Verhalten seines Athleten. Sasson hatte am vergangenen Freitag nach dem Kampf dem Ägypter die Hand hingestreckt. Doch El Shehaby drehte sich nach seiner Niederlage in der ersten Runde kopfschüttelnd ab. Das Publikum pfiff den Ägypter aus. Die Verbeugung vor und der Handschlag nach dem Kampf gehören bei Judo-Wettkämpfen unbedingt dazu.

(dpa/red)