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EL-Playoff: Austria besiegt Rosenborg mit 2:1

FUSSBALL EUROPA LEAGUE: FK AUSTRIA WIEN - ROSENBORG TRONDHEIM // AUSTRIA EURO LEAGUE SOCCER
APA
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Ein Treffer der Gäste in der Nachspielzeit verschlechtert die Ausgangsposition der Violetten für das Rückspiel in der nächsten Woche.

Die Wiener Austria hatte nach einem verheißungsvollen Saisonbeginn zuletzt mit deutlichen Niederlagen gegen Rapid und Sturm Graz an Fahrt und Form verloren, so mancher fürchtete im Hinspiel des Europa-League-Playoffs den nächsten Rückschlag für die Violetten. Zu Gast im Happel-Stadion war Donnerstagabend Rosenborg Trondheim. Ein durchaus klingender Name im europäischen Klubfußball mit einer durchaus glorreichen Vergangenheit. Nicht wenige erinnern sich an gefällige Champions-League-Auftritte der Norweger.


Gegenwärtig schickt sich Rosenborg an, die nationale Meisterschaft frühzeitig für sich zu entscheiden. Dort ist man seit 19 Spielen ungeschlagen, überlegener Tabellenführer. Die Annahme, Rosenborg würde im Duell mit schwächelnden Austrianern Favorit sein, war also naheliegend. 6000 Fans hatten dennoch leise Hoffnung, sie und Teamchef Marcel Koller sahen eine verhaltene Anfangsphase beider Teams.

Die erste Chance der Wiener hatte Venuto (22.), zehn Minuten später war sogar so etwas wie eine kurze Drangphase der Violetten festzustellen. Hätte Kayode höhere technische Fertigkeiten, die Austria hätte in Führung gehen können, ja sogar müssen (33.). Eine noch größere Chance hatte Pires, er vertändelte sie (40.). Rosenborg hielt nicht, was es versprach, wurde nur zwei Mal durch Gerbach (37.) und Helland (42.) gefährlich.


Violetter Doppelschlag


Die Austria durfte nach 45 Minuten erfreut feststellen, durchaus mithalten zu können, ein Sieg schien keine Illusion. Spätestens nach dem Führungstreffer durch Grünwald nicht mehr. Der Spielmacher hatte den Ball aus rund 20 Metern satt getroffen, Torhüter Kwarasey blieb ohne Abwehrchance (51.).

Rosenborg schien überrascht, ja wirkte sogar etwas geschockt. Anders ist der Abstimmungs- bzw. Abwehrfehler kaum zu erklären, der den zweiten Treffer der Austria einleitete. Pires enteilte Mit- und Gegenspielern - 2:0 (53.). Die norwegischen Gäste bemühten sich vergeblich um Zählbares – bis zur 91. Minute. Reginiussen nutzte die Abwehrlücke und köpfte zum 1:2 ein. Das Rückspiel (Donnerstag, 19 Uhr) verspricht Spannung.

("Die Presse", Printausgabe 19.8.2016)