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Wiener Kurdendemo ging diesmal friedlich zu Ende

APA/EXPA/ MICHAEL GRUBER
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Zu Spitzenzeiten standen 300 Polizisten 600 Demonstranten gegenüber. Anders als vergangenen Samstag verlief alles in ruhigen Bahnen.

Friedlich ist am Samstag eine Demonstration kurdischer Gruppen in Wien zu Ende gegangen. Laut Polizei waren zu Spitzenzeiten bis zu 600 Teilnehmer über den Ring gezogen. Die Exekutive war mit rund 300 Beamten im Einsatz. Ab 16.00 Uhr sammelten sich die Teilnehmer unter dem Motto "Demonstration gegen Menschenrechtsverletzungen in der Türkei und die Isolation von Abdullah Öcalan" am Schwarzenbergplatz. 

Öcalan war Vorsitzender der in der Türkei verbotenen Kurdischen Untergrundorganisation PKK. 1999 wurde er wegen Hochverrats, Bildung einer terroristischen Vereinigung, Sprengstoffanschlägen, Raub und Mord zum Tode verurteilt. 2002 wurde das Urteil nach Aufhebung der Todesstrafe in Friedenszeiten auf lebenslänglich abgeändert. 

Keine Gegendemonstration

Kurz nach 17.00 Uhr zog der Demozug dann friedlich über den Ring, dieser wurde rund eine Stunde gesperrt. Die Polizei begleitete den Demonstrationszug. Bei einer ähnlichen Demo vergangenen Samstag war es am Stephansplatz zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen, dabei wurde ein Polizist verletzt.

Die Kundgebung diese Woche verlief friedlich und ohne jeglicher Störaktionen, sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer. Gegendemonstrationen wurden keine angemeldet, auch Störaktionen wie vergangene Woche von einer Gruppe Türken blieben vollständig aus. Kurz vor 18.00 Uhr erreichte der Demonstrationszug das Parlament. Nach einigen Schlussworten begann bereits wenig später der Abzug der Teilnehmer. Für die kommende Woche wurde laut Maierhofer noch keine Demonstration angemeldet.

Verhaftungswelle geht weiter

In der Türkei ging die Welle der Festnahmen und Entlassungen zuletzt auch mehr als vier Wochen nach dem Putschversuch weiter. Bisher wurden nach Regierungsangaben über 40.000 Menschen festgenommen, knapp 80.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes mussten ihre Posten räumen.

 

 

 

(ApA)