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Doku über Delfin-Gemetzel: Japanische Stadt lenkt ein

Ein Walfangschiff in der Bucht von Taiji
(c) AP ()
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In der Bucht von Taiji werden alljährlich Tausende Delfine und Wale gefangen und geschlachtet. Der Film "The Cove" sorgt in den USA für Aufregung. Nun hat der Fischereiverband der Stadt eingelenkt.

Seit Jahren werden in der Bucht der japanischen Stadt Taiji jeweils ab dem 1. September Tausende Delfine gefangen und getötet. Der Dokumentar-Thriller "Die Bucht - The Cove" setzt dem traditionellen Gemetzel nun möglicherweise ein Ende. Der Kinostart hat in den USA einen empörten Aufschrei provoziert - mit durchschlagender Wirkung.

Die gefangenen Großen Tümmler werden - zumindest in dieser Woche - nicht erstochen und an Restaurants verkauft. Einige Exemplare werden an Delfinarien weitergegeben, der Rest in die Freiheit entlassen, wie der Fischereiverband von Taiji am Donnerstag bekanntgab.

Allerdings werden nicht alle Meeressäuger begnadigt. Rund 50 am Mittwoch gefangene Grindwale wurden geschlachtet, ihr Fleisch wurde verkauft. Ob das Schlachten tatsächlich eingestellt werde, sei noch nicht klar, sagte ein Mitarbeiter des Fischereiverbandes. Die Einwohner wollten keinen Ärger. Zugleich wollen sie gegenüber Tierschutzaktivisten nicht klein beigeben. Für sie gehört das Schlachten der Meeressäuger zur Tradition.

In "Die Bucht - The Cove" hat Richard O'Barry eine erschütternde Dokumentation über die Tierquälerei gedreht. Der Film wurde in den USA schon mehrfach ausgezeichnet. O'Barry war Trainer von "Flipper", dem Helden der gleichnamigen Delfin-Serie aus den 60er Jahren.

(Ag.)