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Immer wieder gibt es schwere Erdbeben in Italien

Archivbild aus dem Jahr 2009, als die Region rund um die Stadt L'Aquila von einem Erdbeben erschüttert wurde.
Archivbild aus dem Jahr 2009, als die Region rund um die Stadt L'Aquila von einem Erdbeben erschüttert wurde.REUTERS
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Italien liegt in einer geologisch aktiven Zone. Bei der Katastrophe von Friaul im Jahr 1976 starben 980 Menschen. Das Beben von 2009 in L'Aquila ist in schrecklicher Erinnerung.

Italien gehört zu den besonders erdbebengefährdeten Ländern Europas. Ein Beben der Stärke wie Mittwochfrüh in Mittelitalien mit einer Amplitude von mindestens 6,0 kommt in Italien durchschnittlich alle zehn Jahr vor. Unter dem Land bewegt sich ein etwa tausend Kilometer langer Keil der afrikanischen Platte mehrere Meter im Jahrhundert nach Norden und Westen und drückt gegen die Alpen und den Apennin. Dabei bauen sich Spannungen im Untergrund auf. Werden diese Spannungen zu groß, kommt es zu einem Bruch und die Erde bebt.

Italien wurde so schon oft von heftigen Erdstößen erschüttert. Einige schwere Erdbeben der vergangenen Jahre:

20. Mai 2012: Durch Erdstöße in der Region Emilia Romagna kommen 27 Menschen ums Leben, 14.000 werden obdachlos.

6. April 2009: Ein schweres Beben reißt in der mittelitalienischen Region Abruzzen mit ihrer Hauptstadt L'Aquila rund 300 Menschen in den Tod. Nach Stößen einer Stärke von mehr als 6,0 sind Zehntausende obdachlos.

31. Oktober 2002: Unter Erdstößen der Stärke 5,4 bricht das Gebäude der Volksschule in der Kleinstadt San Guiliano di Puglia zusammen. Unter den 30 Toten sind 27 Erstklässler und eine Lehrerin.

26. September 1997: Ein Beben der Stärke 5,7 in den Apenninen-Regionen Umbrien und Marken beschädigt in 77 Orten etwa 9.000 Gebäude. Betroffen ist auch die Basilika von Assisi. Zwölf Menschen sterben in den Trümmern oder bei Herzinfarkten.

13. Dezember 1990: Erdstöße der Stärke 5,9 reißen 19 Einwohner in Ost-Sizilien in den Tod und machen 500 obdachlos. Besonders stark betroffen sind Syrakus und Carlentini.

11. Mai 1984: L'Aquila und benachbarte Provinzen werden von einem Erdbeben der Stärke 5,2 heimgesucht. Drei Menschen kommen ums Leben, und 27.000 werden obdachlos. Rund 150 Kirchen und andere historische Baudenkmäler werden schwer beschädigt.

23. November 1980: Mindestens 3.000 Menschen sterben, als in Neapel und 100 weiteren Orten der Region Kampanien die Erde bebt. Die Erdstöße erreichen die Stärke 6,5.

6. Mai 1976: Ein verheerendes Beben mit der Stärke 6,5 erschüttert die Region Friaul im Nordosten des Landes. Etwa 980 Menschen werden getötet. Unter den rund 30 verwüsteten Orten ist besonders Valneria betroffen.

(APA/dpa)