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EVN macht mehr Strom

Strom
(c) Erwin Wodicka
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Fallende Nachfrage und Preise in Osteuropa senken den Umsatz. Der Gewinn steigt dennoch leicht.

Wien/Maria Enzersdorf. Die niederösterreichische EVN produzierte in den ersten drei Quartalen 2015/16 um ein knappes Fünftel mehr Strom. In den Büchern sank der Umsatz dennoch um 2,9 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb den Niederösterreichern ein Konzernergebnis von 198,8 Millionen Euro (plus 6,3 Prozent).

Grund für diese Entwicklung waren vor allem geringere Erlöse aus dem Gashandel sowie ein Einbruch bei Nachfrage und Preis in Südosteuropa. Positiv wirkte sich hingegen die Vermarktung der EVN-Kraftwerke zur Stabilisierung des Stromnetzes aus. Der Einsatz der thermischen Kraftwerke für die Lieferung von Ausgleichsenergie und das Engpassmanagement in Österreich und Deutschland sei deutlich gestiegen, teilte die EVN am Donnerstag mit. Der Vertrag über die Bereitstellung von Reservekapazitäten für den süddeutschen Raum gelte auch für die kommenden beiden Winterhalbjahre.

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sei wegen eines geringeren Wind- und Wasserdargebots unter dem Vorjahreswert gelegen. Insgesamt stieg die Stromerzeugung um 19,5 Prozent auf 4662 Gigawattstunden (GWh). Davon entfielen 3131 GWh (plus 40 Prozent) auf Wärmekraftwerke und 1531 GWh (minus acht Prozent) auf Erneuerbare. (ag/red)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.08.2016)