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Spar: "Mitarbeiter zu finden war eine Herausforderung"

28 ehemalige Zielpunkt-Märkte werden zu Spar(c) Clemens Fabry
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Der Handelsriese investierte 40 Millionen Euro in den Umbau ehemaliger Zielpunkt-Märkte. Die größte Herausforderung stellte jedoch die Rekrutierung neuer Mitarbeiter dar.

Nach der Zielpunkt-Pleite im Vorjahr ging unter den heimischen Händlern das Pokern um die Filialen los. Vor allem der Handelsriese Spar sah eine Möglichkeit, sein in Wien angestrebtes Wachstum voranzutreiben. 28 der ehemaligen Zielpunkt-Märkte wurden Spar zugesprochen, 16 davon in Wien. Die Filialen an den Zielpunktstandorten sollen nun mindestens 70 Millionen Euro in die Kassen spülen. Doch Spar-Vorstandsdirektor Hans Reisch zeigt sich vorsichtig: "Wir müssen schauen, wie das größere Nahversorger-Angebot in ehemaligen Zielpunkt-Filialen funktioniert".

"Mitarbeiter zu finden war eine Herausforderung", teilte Spar-Geschäftsführer Alois Huber mit. Man habe wie in der Gastronomie und anderen Branchen Schwierigkeiten die notwendige Anzahl von Fachkräften zu finden. Den Job in der Feinkost könne eben nicht jeder machen. Dem versuche man durch die Ausbildung von Lehrlingen entgegenzuwirken, heißt es von Spar nach Anfrage der "Presse". Es seien durch die Übernahmen auch schlagartig 500 neue Jobs entstanden. Quantität und Qualität der Bewerbungen waren laut Spar nicht gegeben, um die vielen offenen Stellen rasch zu besetzen.

Um die Jobs dennoch zu besetzen, habe man auch Zielpunkt-Mitarbeiter angestellt und alle dortigen Lehrlinge, die sich bei Spar gemeldet hatten, aufgenommen. "Wir werden in den 28 Standorten mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen als hier zu Zielpunkt-Zeiten beschäftigt waren. Grund dafür sind der höhere Servicegrad und das umfangreichere Sortiment bei Spar", erklärte Huber. Aktuell suche Spar für die Ex-Zielpunktmärkte noch 300 neue Mitarbeiter.

Marktanteil vergrößern

Die Ex-Zielpunktmärkte sollen natürlich auch den Marktanteil von derzeit 30,3 Prozent vergrößern, Spar rechnet mit guten Geschäften. "Wir gehen von 5000 bis 6000 Euro Jahresumsatz pro Quadratmeter an Verkaufsfläche aus", prognostizierte Huber. Die durchschnittliche Verkaufsfläche betrage 500 bis 600 Quadratmeter pro Standort. Dafür wurden circa 1,5 Millionen Euro im Schnitt pro Filiale investiert, insgesamt flossen über 40 Mio. Euro in die Umgestaltung der ehemaligen Zielpunkt-Standorte.

Neben den 16 Wiener Märkten finden sich sieben in Niederösterreich, drei in der Steiermark und zwei im Burgenland. Die ersten zehn Standorte wurden bereits eröffnet, die übrigen 18 Ex-Zielpunktfilialen sollen ihre Pforten bis 2017 öffnen.

(red./APA)