Scheich Ildirim (Morgan Freeman) fördert Ben Hur (Jack Huston) in der Neuverfilmung des Monumentalepos.
Wenn ein Hollywoodstudio 100 Millionen Dollar für einen Film ausgibt, geht es ungern Risken ein. Darum setzt man gern auf bewährte Geschichten, wie jene von „Ben Hur“. William Wylers Film mit Charlton Heston aus dem Jahr 1959 gehört zu den großen Monumentalepen des Kinos, bekam elf Oscars und gilt bis heute als größenwahnsinniges Meisterwerk – auch, weil er mit 15 Millionen Dollar Budget der bis dahin teuerste Kinofilm war. Nun kommt die Neuverfilmung ins Kino: Der russische Regisseur Timur Bekmambetov, bekannt für schrille Action wie „Abraham Lincoln Vampirjäger“, macht aus der Geschichte des Sklaven, der seine Familie rächt, ein CGI-Spektakel. Newcomer Jack Huston („Boardwalk Empire“) verkörpert den Helden, Toby Kebbell seinen maliziösen Stiefbruder und Morgan Freeman (mit Dreadlocks) Ben Hurs Förderer. In den USA floppte der Film, nur 11,2 Millionen Dollar spielte er zum Start ein. Vielleicht hätte Hollywood doch mehr Risiko eingehen sollen – in Österreich läuft der Film seit 1. September.