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Raumfähre Discovery mit Verspätung gelandet

USA SPACE SHUTTLE DISCOVERY LANDING
(c) EPA (Joshua Gates Weisberg)
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Einen Tag später als geplant ist die US-Raumfähre Discovery sicher auf der Erde gelandet. Schlechtes Wetter verhinderte eine frühere Rückkehr.

Nach zwei Wochen im All ist die US-Raumfähre "Discovery" trotz einiger Verzögerungen wegen schlechten Wetters sicher auf die Erde zurückgekehrt. Die sieben Astronauten an Bord mussten allerdings einen Umweg zum Luftwaffenstützpunkt Edwards im US-Staat Kalifornien in Kauf nehmen. Die planmäßige Landung in Florida musste wegen eines Wolken verhangenen Himmels wiederholt kurzfristig verschoben werden.

"Willkommen daheim, 'Discovery'", funkte Eric Boe von der Kontrollstation im texanischen Houston nach der erfolgreichen Landung um 05.53 Uhr Ortszeit (02.53 Uhr MESZ) an die Raumfähre. "Glückwunsch zu einer sehr erfolgreichen Mission."

Zuvor waren witterungsbedingt am Donnerstag und am Freitag jeweils zwei Versuche abgebrochen worden, die Fähre nach ihrem Flug zur Internationalen Raumstation (ISS) auf dem Kennedy Space Center im US-Staat Florida zu landen. Die Angehörigen der Astronauten warteten dort vergebens.

Normalerweise versucht die NASA Umwege ihrer Raumfähren wie den nach Kalifornien zu vermeiden, weil diese dann mit einem Kostenaufwand von rund zwei Millionen Dollar (1,36 Millionen Euro) wieder nach Florida geschafft werden müssen.

Nach 58 Tagen an Bord der ISS kehrte US-Astronaut Tim Kopra mit der "Discovery" wieder zur Erde zurück. Seinen Platz im All nahm Nicole Stott ein. Die Amerikanerin wird in Gesellschaft von fünf Kollegen aus Russland, Europa und Kanada voraussichtlich bis Ende November zum ersten Mal auf der ISS Dienst tun.

Die "Discovery" brachte ein neues Labor, einen Gefrierschrank zur Aufbewahrung wissenschaftlicher Proben und ein neues Schlafabteil für das japanische Forschungsmodul Kibo zur ISS. Während des knapp neuntägigen "Rendezvous" mit der ISS hatten Astronauten drei Außeneinsätze unternommen. Unter anderem installierten sie ein Tragkraft-System und zwei GPS-Antennen, bauten einen Kühltank an der ISS an und bugsierten den zuvor abmontierten bisherigen Tank in den Laderaum der Raumfähre.

Auf ihrem Rückflug zur Erde musste die "Discovery" am Donnerstag einem Stück Weltraummüll ausweichen. Nach Angaben der Bodenkontrolle flog die Raumfähre auf Anordnung der NASA das Ausweichmanöver, um nicht zu nah an das "mysteriöse Objekt" zu gelangen. Das Trümmerteil könnte sich demnach während des dritten Außeneinsatzes an der Internationalen Raumstation von der "Discovery" gelöst haben. Es stammt laut NASA jedoch nicht vom Hitzeschild der Raumfähre.

Die "Discovery"-Mission war die vierte von fünf für heuer geplanten. Im November soll das Shuttle noch einmal ins All fliegen. Im September 2010 will die NASA die Shuttle-Flotte dann endgültig außer Betrieb nehmen.

(Ag.)