Der ATX weitete seine Abschläge im Gleichklang mit dem europäischen Umfeld bis Mittag aus.
Die Wiener Börse hat sich heute, Montag, zu Mittag bei gutem Volumen mit schwacher Tendenz präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.493,23 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 49,16 Punkten bzw. 1,93 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,95 Prozent, FTSE/London -0,81 Prozent und CAC-40/Paris -1,11 Prozent.
Der ATX weitete seine Abschläge im Gleichklang mit dem europäischen Umfeld bis Mittag aus. Gewinnmitnahmen sowie die schwächer tendierenden US-Futures wurden von Marktteilnehmern zur Begründung für die Kursverluste angeführt.
Die Aktien von Wienerberger konnten sich etwas von ihren Verlaufstiefs lösen und notierten zu Mittag noch um 3,10 Prozent tiefer bei 15,02 Euro. Ein libyscher Staatsfonds steigt mit bis zu 10 Prozent bei dem Baustoffkonzern ein. Wie der Konzern mitteilte, habe sich der Investmentfonds bereiterklärt, im Rahmen einer Kapitalerhöhung bis zu maximal 11,8 Millionen Aktien - das sind bis zu 10 Prozent des ausstehenden Kapitals nach Durchführung der Kapitalmaßnahme - zum Bezugspreis von 10 Euro zu erwerben.
Schwach zeigten sich auch Palfinger mit einem Abschlag von 3,35 Prozent auf 16,46 Euro sowie Strabag, die um 3,49 Prozent auf 23,50 Euro verloren. Zumtobel mussten ein Minus von 5,62 Prozent auf 11,42 Euro verbuchen.
Unter den Indexschwergewichten korrigierten voestalpine nach den deutlichen Freitagsgewinnen um 3,00 Prozent nach unten auf 22,60 Euro. JP Morgan hat das Kursziel von 23 Euro sowie die "neutral"-Einstufung bestätigt.
OMV verloren bis dato 2,78 Prozent auf 28,36 Euro. Die Ölpreise kamen zu Wochenbeginn erneut zurück. Hingegen konnten sich Telekom Austria um 0,92 Prozent auf 12,12 Euro erholen. Die Analysten der Deutschen Bank haben ihr Kursziel von 14,00 auf 14,70 Euro nach oben gesetzt.
Die Finanzwerte mussten Terrain abgeben. So notierten Erste Group um 2,55 Prozent schwächer bei 28,68 Euro und Vienna Insurance büßten 1,63 Prozent auf 36,89 Euro ein. Raiffeisen International sanken um 2,40 Prozent auf 34,98 Euro.
Bwin zeigten sich mit minus 2,08 Prozent bei 27,71 Euro. Der Konzern übernimmt die italienische Gioco Digitale. Der Gesamtkaufpreis setzt sich aus 50 Mio. Euro in bar und 2,3 Millionen bwin-Aktien zusammen.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 2.542,94 Punkten, das Tagestief lag gegen 10.40 Uhr bei 2.479,14 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 1,63 Prozent tiefer bei 1.181,73 Punkten. Im prime market zeigten sich acht Titel mit höheren Kursen, 38 mit tieferen und zwei unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 7.263.025 (Vortag: 2.958.595) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 129,67 (83,00) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Wienerberger mit 634.089 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 18,87 Mio. Euro entspricht.
(APA)