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Baugeschichte: Ein ganzes Haus als große Werkschau

Im 16. Bezirk wächst ein Design-Hotspot: Das Formdepot erweitert um Büros, Musterloft, Dachterrasse.

Vor etwas mehr als einem Jahr, im Juni 2015, wurde erstmals ordentlich gefeiert in der Abelegasse im 16. Bezirk, zur Eröffnung des Formdepots. Ein Bau, ursprünglich „nur“ als Sitz der Interieurdesignfirma Mayr & Glatzl gedacht („Die Presse“ berichtete), hatte sich zu einem regelrechten Zentrum entwickelt, mit Partnern aus (Innen-)Architektur, Planung, Gartengestaltung, mit Interieurmarken, mit einer Schauzone, 750 Quadratmeter groß.

Schon damals aber war klar: Dabei bleibt's nicht, die Ausbaupläne lagen schon in der Schublade. Mitte September gibt es also wieder ein Fest: zur Erweiterung um ein Bürogeschoß im zweiten Stock (wo sich etwa Sun-square, Nov24, ein Bauingenieurbüro, ein Baumeister einquartieren) und ein Musterloft mit 100 Quadratmeter Terrasse im dritten Stock. Rund ein Jahr dauerte die Ausbauphase des Dachs, die neuen Teile heben sich mit ihren dunklen Fassadenelementen und großen Fensterflächen auch optisch vom Bestand darunter ab.

 

Anschauen, angreifen

Insgesamt 1400 Quadratmeter Fläche hat das Haus nun, so gut wie jeder davon ist Teil der großen Werkschau. Das gilt schon in den Bürogeschoßen, in denen man zum Beispiel innovative Akustikwände aus Holz und verschiedensten Sichtbetonlösungen bestaunen (und betatschen) kann. Und erst recht im Musterloft, „das eigentlich eine Best-of-Show aller Partner sein wird“, sagt Heinz Glatzl. Da gibt es Steinelemente zu bewundern, einen Kamin aus Stahl, eine Küche mit Möbelfronten aus Holz, das ganz dem Boden angeglichen ist. „Und alles ist voll funktionsfähig“, so Glatzl. Gleiches gilt für die Terrasse, „mit der wir zeigen wollen, dass man auch solche Flächen architektonisch gestalten kann“, ergänzt Joachim Mayr. Dafür wurden „viele, viele Tonnen mit dem Kran nach oben gehievt“, eine Fotoinstallation an der Wand sorgt für einen weiten Horizont in der Ottakringer Dachlandschaft.

Mittlerweile sind neben den zahlreichen Interieurmarken, von Moroso über Agape bis Gaggenau, zwölf Spezialisten aus den verschiedensten Handwerksbereichen (Info unter www.formdepot.at) vertreten, „jetzt können wir die Leistungen der Gewerke auch räumlich integrieren“, so Glatzl. „Und diese können ihren Kunden dann live vor Ort zeigen, was alles möglich ist.“

Noch wird im Formdepot fleißig am Finishing gearbeitet, werden letzte Arbeiten, der Feinschliff erledigt. Und wenn man damit fertig ist, ist Schluss mit der Expansion, „es sind keine Erweiterungen mehr geplant“, sagt Glatzl. Ein offenes Haus für Design- und Architektur-Aficionados will das Formdepot aber weiterhin bleiben. Aber jetzt wird erst mal wieder eine Eröffnung gefeiert . . .

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.09.2016)