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Hofburg-Wahl: Seit erstem Durchgang starben 45.000 Wähler

BP-Wahl - Waehlerevidenz
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Durch die Erweiterung der Wählerevidenz dürfen am 4. Dezember rund 45.600 Jugendliche erstmals abstimmen. Dazu kommen etwa 3400 Einbürgerungen.

Die Aktualisierung der Wählerevidenz für die nun auf 4. Dezember verschobene zweite Bundespräsidenten-Stichwahl bringt rund 45.600 Jugendlichen die Möglichkeit, erstmals ihre Stimme abzugeben. Dazu kommen ungefähr 3400 Einbürgerungen. Gleichzeitig fallen rund 45.000 Personen weg, die seit dem ersten Wahlgang am 24. April 2016 verstorben sind. Das geht aus Angaben der Statistik Austria hervor.

Bei der Bundespräsidenten-Stichwahl wären eigentlich nur jene Österreicher über 16 Jahren wahlberechtigt, die es auch am ersten Wahltag schon waren. Zu diesen 6,382.507 Personen kommen durch die geplante Gesetzesänderung aber rund 45.600 Jugendliche hinzu, die in den 224 Tagen von 24. April bis zum neuen Stichwahltermin 4. Dezember 2016 das 16. Lebensjahr vollendet haben.

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Diese Zahl - rund 0,71 Prozent zusätzlich - sei relativ exakt, da die betreffenden Menschen ja bereits alle am Leben seien und das Risiko vor dem 16. Geburtstag zu sterben noch recht gering sei, wie es seitens der Statistik Austria hieß.

Einbürgerungen von über 16-Jährigen

Hinzu kommen noch die Einbürgerungen von über 16-Jährigen. Hier hat die Statistik keine eigenen Berechnungen vorgenommen. Nimmt man aber die Zahl von 2015 (5510; die Jahre zuvor lag die Zahl jeweils ein wenig niedriger) und legt sie auf die nun relevanten 224 Tage um, käme man auf circa 3380 weitere Neuwähler. Insgesamt (und nicht um etwaige Überschneidungen bereinigt) steigt damit die Quote der neu hinzugekommenen Wähler auf 0,77 Prozent.

Laut Statistik Austria deutlich unsicherer als die Zahl der neuen Jungwähler ist jene der Sterbefälle in diesem Zeitraum. Diese schwankte im Vergleichszeitraum der letzten fünf Jahre zwischen rund 42.900 und 45.000 Personen, wobei die Tendenz leicht steigend war. Das bedeute, dass im relevanten Zeitraum des Jahres 2016 auch mehr als 45.000 Personen sterben könnten, hieß es.

(APA)