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Hofer soll Russland helfen

INTERVIEW: NORBERT HOFER
(c) APA/HARALD SCHNEIDER
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Der FPÖ-Kandidat würde als Bundespräsident für ein Ende der Russland-Sanktionen auftreten, erklärte seine Parteifreundin Kappel.

Wien. Die FPÖ wirbt im Vorfeld der Hofburgwahl auch im Ausland für Norbert Hofer. So erklärte Hofers Parteifreundin Barbara Kappel in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der russischen Zeitung „Iswestija“, dass Hofer als Bundespräsident gegen die Russland-Sanktionen der EU auftreten würde. Kappel, sie ist FPÖ-Europaabgeordnete, sieht angesichts der ungelösten Probleme in Österreich und der EU wachsende Chancen, dass Hofer die Wahl gewinnt.

Die gegen Russland gerichteten Sanktionen seien ein großer Verlust für die Europäische Union, sagte Kappel. Ohne ihre Aufhebung könne die Wirtschaftskrise in der EU nicht überwunden werden. „Herr Hofer würde als Präsident für die Aufhebung aller Beschränkungen für Russland zum Wohl der gesamten Europäischen Union auftreten“, sagte die FPÖ-Politikerin gegenüber der Zeitung.

Neben einer Wirtschaftskrise innerhalb der EU nannte die Europaabgeordnete eine Migrationskrise und eine Verschlechterung der geopolitischen Lage Europas als ungelöste Probleme Österreichs und der Europäischen Union, die Hofers Wahlchancen erhöhten.

Innerhalb der FPÖ wird laut „Iswestija“ auch über die Möglichkeiten nachgedacht, die aus einem Wahlsieg Hofers resultieren würden. „Obwohl in der parlamentarischen Republik Österreich die Vollmachten des Staatsoberhaupts äußerst eingeschränkt sind, geht man in der Partei im Fall eines Sieges des rechten Kandidaten davon aus, dass die Europäische Union keine von Brüssel und Berlin aufgezwungenen eigenmächtigen Entscheidungen mehr wird fällen können“, schreibt die Zeitung.

 

Hofer will sich auch um USA kümmern

Hofer selbst hatte zuletzt erklärt, außenpolitisch auch einen Schwerpunkt auf die USA legen zu wollen. „Österreich verdankt den Vereinigten Staaten von Amerika sehr viel“, sagte er mit Blick auf den Marshallplan. „Und ich möchte daran arbeiten, dass diese guten Beziehungen zwischen Österreich und den USA auch noch weiter ausgebaut werden.“ Zudem würde Hofer laut seinen Angaben gern einen Beitrag leisten, „um auch das Verhältnis zwischen den USA und Russland wieder zu verbessern“. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.09.2016)