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Rapid und Austria siegen zum Auftakt der Europa League

Traustason freut sich über den 3:2-Heimsieg von Rapid über Genk.
Traustason freut sich über den 3:2-Heimsieg von Rapid über Genk.GEPA pictures
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Rapid schlägt Genk nach 0:1-Rückstand noch mit 3:2, die Austria schafft einen 3:2-Auswärtssieg bei Giurgiu.

Rapid und Austria ist der Auftakt in die Gruppenphase der Europa League geglückt. Die Hütteldorfer besiegten zu Hause KRC Genk mit 3:2, auch die Veilchen kamen bei Astra Giurgiu zu einem 3:2-Erfolg.

Für viele Rapid-Fans heißt die neue Heimstätte insgeheim Weststadion, im Europacup ist das auch offiziell ihr Name. Vor 21.800 Zuschauern mussten die Hütteldorfer gegen Genk erst die Anfangsnervosität ablegen, ehe sie durch Kopfbälle von Joelinton (8.) und zweimal Schaub (11., 23.) erste Chancen verbuchten. Bei den Belgiern lief viel über den 35-jährigen Buffel, der Routinier hatte auch die Führung auf dem Fuß. Nach idealem Lochpass stand er alleine vor Strebinger, der jedoch parierte (22.). Wenig später war der Rapid-Torhüter machtlos, nach Ballverlust von Schösswendter schloss Bailey einen Gegenstoß mit einem Traumtor ab (31.). Für den 19-jährigen Jamaikaner war es eine späte Genugtuung, 2011 hatte er erfolglos ein Probetraining bei Rapid absolviert. Über den Umweg Anif und Trencin kam der Flügelspieler nach Genk, inzwischen sollen zweistellige Millionenangebote vorliegen.

Drei Rapid-Tore in neun Minuten

Die Hütteldorfer steckten nicht auf, taten sich aber schwer gefährlich vor das Tor zu kommen. Es blieb bei einem Weitschuss (38.) und ein Freistoß (42.) von Schwab vor der Pause. Zudem stand Rapid zu weit weg vom Mann und brachte sich dadurch immer wieder in die Bredouille, denn Genk konterte schnell und schnörkellos. So auch nach Ballverlust von Schwab, Strebinger rettete mit einer Fußabwehr gegen Samatta (43.).

Rapid kam mit mehr Schwung und Aggressivität aus der Kabine. Ein Joelinton-Schuss fiel noch zu schwach aus (49.), mit umso mehr Wucht jagte dann Schwab den Ball von der Strafraumgrenze zum 1:1 ins Netz (51.). Wenig später versetzte Joelinton die Fans auf den Rängen endgültig in Ekstase. Nach einem langen Ball behauptete sich der Brasilianer im Strafraum gegen seinen Gegenspieler und traf ins lange Eck (59.). Rapid-Trainer Mike Büskens hatte sich nach seinem Jubelsprint noch nicht gefangen, da ging der nächste Aufschrei durchs Stadion. Bei einem harmlosen Rückpass von Colley haute Keeper Bizot vorbei und der Ball rollte zum 3:1 ins Netz (60.).

Damit hatte Rapid die Partie innerhalb von nur neun Minuten eindrucksvoll gedreht. Danach durfte sich Steffen Hofmann noch von den Fans feiern lassen, große spielerische Highlights gab es nicht mehr zu sehen. Ein unnötiges Foul von Pavelic und das folgende Elfmetertor von Bailey (90.) sorgten noch für bange Schlussminuten, am Ende aber waren den Hütteldorfern die drei Punkte sicher. Die Tabelle führt allerdings Sassuolo an, das Athletic Bilbao überraschend mit 3:0 besiegte.

Violette Kaltschnäuzigkeit

Die Austria ging beim Gastspiel bei Astra Giurgiu früh in Führung. Friesenbichler, der den noch nicht bei 100 Prozent stehenden Kayode ersetzte, tanzte an der Toroutlinie einen Gegner aus und wurde dann von Keeper Lung gelegt – Holzhauser verwandelte zum 1:0 (16.). Lange währte die violette Freude aber nicht, bei einem Freistoß schlief die Abwehr und ließ Alibec unbedrängt einschießen (18.).

Die Rumänen störten früh, die Austria flüchtete sich in hohe Bälle nach vorne, kompensierte die Ideenarmut aber mit Kaltschnäuzigkeit. Vom Mittelkreis schickte Holzhauser mit einem langen Pass Friesenbichler und der lupfte den Ball volley zur 2:1-Pausenführung ins Tor (33.). In der zweiten Halbzeit legten die Veilchen per Standard nach. Grünwald zirkelte einen Freistoß aus gut 25 Metern über die Mauer ins Tor (58.). Sapunaru gelang jedoch der Anschlusstreffer (73.) und nach dem harten Ausschluss von Rotpuller (79.) wurde es im Finish noch einmal brenzlig. Die Rumänen drängten auf den Ausgleich, doch die Austria brachte den Sieg über die Zeit. Im Parallelspiel trennten sich Viktoria Pilsen und AS Roma 1:1.

(swi)