Das Leben als Zirkuskind

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Symbolbild.(c) REUTERS
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Sein Zuhause ist der Zirkus, seine Schule ist ein Wohnwagen: Justin Philadelphia wächst im Circus Roncalli auf.

Justin ist neun Jahre alt. Er fährt gern mit dem Skateboard und spielt Fußball. Ein ganz normaler Bub also? Nicht ganz! Denn Justin wächst im Zirkus auf. Das heißt: Er schläft mit seinen Eltern in einem Wohnwagen. Ein eigenes Zimmer hat er nicht. Fast das ganze Jahr über ist Justin mit dem Circus Roncalli, einem bekannten Zirkus, unterwegs und reist mit den Clowns und Akrobaten von Stadt zu Stadt. Gerade macht der Zirkus in Wien vor dem Rathaus Station.

Natürlich muss auch ein echtes Zirkuskind unterrichtet werden. Justins Schule sieht aber überhaupt nicht so aus, wie man sich eine Schule vorstellt! Er wird gemeinsam mit einem sechsjährigen Mädchen in einem kleinen, weißen Wohnwagen unterrichtet. Ihre Lehrerin reist mit dem Zirkus mit. Insgesamt leben zehn Kinder im Zirkus. Die anderen sind aber noch zu jung, um in die Schule zu gehen.

Pferde und Clowns. Auch Justins Freizeit sieht ganz anders aus als die anderer Kinder: Er hilft im Zirkus mit, am liebsten ist er bei den Pferden, die er oft füttern darf. Reiten kann er auch schon. Justin will später auch im Zirkus auftreten und trainiert dafür schon fleißig. „Ich kann schon jonglieren und beatboxen.“ Auch mit Strapaten – das sind Bänder, mit denen man Kunststücke in der Luft machen kann – hat er schon geübt. Am liebsten aber ist er Zauberer und Clown. „Schon mit fünf Jahren durfte ich als Clown mit Bernhard Paul auftreten“, erzählt er. Bernhard Paul ist der Zirkusdirektor, der manchmal als Clown Zippo zu sehen ist.

Justin kommt aus einer echten Zirkusfamilie. Schon sein Opa war ein bekannter Pferdedompteur. Sein Papa, Patrick, ist der Mann, der mit Zylinder und rotem Frack in der Manege durch die Vorstellungen führt.

Ein ganz normales Leben in einer Stadt kann sich Justin gar nicht vorstellen. Dass er nicht so viele gleichaltrige Freunde hat, stört ihn nicht. „Man braucht nur einen guten Freund“, sagt er, „und den habe ich. Er heißt Jove.“

Wusstest du schon, dass...

. . . Clowns im Zirkus am besten verdienen? Denn gute Clowns gibt es nicht viele. Sie müssen witzig und geistreich sein.

Bernhard Paul lädt Leser der „Presse“-Kinderzeitung zu einer Vorstellung nach Wahl ein. Unter allen Einsendungen werden fünfmal zwei Karten verlost:
kinderzeitung@diepresse.com

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.09.2016)

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