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Bundesliga: Salzburgs Männer sind zurück

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Ein Triple von Jonatan Soriano bescherte Salzburg ein souveränes 4:1 gegen die Austria. Dieses Mal fanden sich die „Burschen“ aufseiten der Wiener.

So schnell sind Europa-League-Auftritte vergessen. Salzburg, das beim 0:1 zuhause gegen Krasnodar noch maßlos enttäuscht hatte, bereitete drei Tage später an selber Stelle das Toreschießen keine Probleme mehr, der Meister besiegte die Austria 4:1. Bei den Wienern, die sich im Europacup noch einen 3:2-Auswärtssieg bei Astra Giurgiu erkämpft hatten, herrschte schon wieder Ernüchterung. Trainer Thorsten Fink: „Wir haben verdient verloren. Der Gegner war schneller, technisch besser und stärker im Zweikampf.“ Er habe den Eindruck gehabt, als hätten in Wals-Siezenheim erneut „Burschen gegen Männer“ gespielt.

Die Männlichkeit, die Salzburg-Coach Oscar Garcia gegen Krasnodar in seinem Team noch so sehr vermisst hatte, kehrte beim Meister vor allem in Person von Jonatan Soriano zurück, der Kapitän erzielte die ersten drei Tore der Salzburger (16., 49., 60.). Sein Torriecher war auch gefragt, denn die Kollegen Valon Berisha (14.), Valentino Lazaro (15., 29.) und Stefan Lainer (23.) vergaben reihenweise Hochkaräter. Erst Wanderson setzte mit seinem ersten Ligatreffer den Schlusspunkt zum 4:1 (86.).

Soriano, er hält nun bei 117 Toren in 136 Bundesligaspielen, war da schon nach einem vermeintlichen Foul im Strafraum vom Feld gehumpelt. Gleich im Anschluss gab er aber Entwarnung. Und meinte: „Wir waren effizienter vor dem Tor, das war der Unterschied. Wir haben verdient gewonnen.“

Verdient war der Sieg auch, weil die Austria „lethargisch wirkte“ (Fink) und kaum Chancen vorfand. Salzburgs einziger Gegentreffer durch Alexander Grünwald (56.) resultierte aus einem groben Patzer von Schlussmann Alexander Walke. Aber auch Walkes Gegenüber konnte sich nicht auszeichnen. Austria-Goalie Osman Hadzikic muss die Verantwortung für den ersten Soriano-Treffer übernehmen, auch das zweite Tor des Salzburg-Goalgetters per Freistoß wäre haltbar gewesen. Trainer Fink aber stellte klar: „Die ganze Mannschaft hat ihre Leistung nicht gebracht.“

Beim Meister hingegen kam im Finish noch einmal Jubel auf: Das lange verletzte Salzburger Urgestein Christoph Leitgeb wurde eingewechselt und absolvierte seinen ersten Einsatz seit 20. August 2015.

Salzburg hat sich nun mit zwei Punkten Rückstand als erster Verfolger von Tabellenführer Sturm Graz positioniert, Coach Garcia war also zufrieden. „Wir sind mit viel Intensität gestartet, hatten viele Chancen und hätten in Hälfte eins mehr Tore machen müssen. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht.“ Auch Soriano gefiel einmal mehr: „Es ist eine Führungsfigur, unser bester Spieler vor dem gegnerischen Tor.“ Und: „Er wird nicht nach Leipzig gehen.“

(joe)