Wolf kontert nach Kritik: "Magna wird nicht Opel"

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Nach Kritik von BMW und VW verspricht Magna-Chef Siegfried Wolf strikte Trennung von Zuliefergeschäft und Autoproduktion. Magna werde ein "absolut zuverlässiger Partner" bleiben.

Magna-Chef Siegfried Wolf hat nach Kritik einiger Autobauer wegen der geplanten Opel-Übernahme beteuert, dass Magna für sie ein "absolut zuverlässiger Partner" bleiben werde. "Magna (...) wird nicht Opel. Sondern Magna wird weiterhin strikt das Zuliefergeschäft vom Engagement bei Opel trennen", sagte Wolf am Mittwoch in einer Veranstaltung der Forschungsförderungsgesellschaft Österreich in Wien.

Tags davor hatten Magna-Kunden wie Volkswagen und BMW öffentlich gedroht, ihre Zusammenarbeit mit dem Zulieferer im Fall seines Einstiegs bei Opel überprüfen zu wollen. Sie drohten aus Angst vor dem Abfluss technologischen Wissens mit dem Abbruch der Geschäftsbeziehungen.

Kritik von VW und BMW, Daimler vertrauensvoll

VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech hatte etwa bei der IAA in Frankfurt erklärt: "Wir als Konzern mögen es nicht, wenn aus unseren Zulieferern unsere Konkurrenten werden."

BMW-Finanzchef Friedrich Eichiner wiederum kündigte an, die enge Zusammenarbeit mit Magna überdenken zu wollen und künftig genauer zu prüfen, "welche Technologie wollen wir in die Hände eines Konkurrenten geben". Magna produziert für BMW derzeit unter anderem den kleinen Geländewagen X3 und Komponenten. Die Produktion des X3 in Graz läuft 2010 aus.

Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche hatte dagegen erklärt, dass es auch nach der geplanten Übernahme von Opel eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Magna geben werde. Die beiden Unternehmen arbeiten bei der Mercedes-Benz G-Klasse zusammen.

(APA)

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