Kickl unterstellt Van der Bellen einen Informationsvorsprung

Alexander Van der Bellen und Wahlkampfleiter Lothar Lockl
Alexander Van der Bellen und Wahlkampfleiter Lothar LocklAPA/GEORG HOCHMUTH

Die Grünen orten eine "Verschwörungstheorie". Sie hätten nicht früher als die FPÖ von der Verschiebung des Stichwahl-Termins gewusst.

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl hat am Dienstag behauptet, Indizien für einen "gewissen Informationsvorsprung" des Teams von Alexander Van der Bellen bezüglich der erfolgten Verschiebung der Bundespräsidentenwahl entdeckt zu haben. Denn während die Freiheitlichen und damit Kontrahent Norbert Hofer "rund um den 10. September" noch plakatiert hätten, habe das der von den Grünen unterstützte Van der Bellen nicht getan. Das sei aber keine Verschwörungstheorie, sondern: "Man stellt Fakten fest und sucht nach möglichen Begründungen", betonte Kickl.

Van der Bellens Wahlkampfleiter Lothar Lockl bestritt die Vorwürfe umgehend: Bei dem angeblichen "Informationsvorsprung" handele es sich um eine "Verschwörungstheorie". Man habe die Plakatierung erst unterbrochen, nachdem Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) am 9. September öffentlich die Verschiebung des Wahltermins in Aussicht gestellt habe, sagte dieser am Nachmittag. An diesem Tag habe auch Hofer bereits fix mit der Verschiebung des Urnengangs gerechnet.

Offiziell verkündet wurde die Verschiebung vom 2. Oktober auf den 4. Dezember von Sobotka dann zwar erst am folgenden Montag (12. September). Allerdings wusste auch die FPÖ schon am Freitag über die Entwicklung Bescheid, sagte Lockl weiter. Denn ihr Kandidat Norbert Hofer teilte an diesem Tag via Facebook mit, dass der Wahltermin nicht hält: "Offenbar muss die Präsidentschaftswahl ein weiteres mal verschoben werden. Es gibt einen neuen Termin", so Hofer in einer Videobotschaft am 9. September.

(APA/Red.)