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Superheldin Wonder Woman ist bisexuell

The face of a life sized Wonder Woman made from Lego is shown in the Lego booth at the pop culture event Comic-Con International in San Diego
Diese Wonder Woman besteht aus Lego(c) REUTERS (MIKE BLAKE)

"Ich weiß nicht, wie ich es noch deutlicher machen soll", sagt Comic-Zeichner Greg Rucka. Wonder Woman bekommt demnächst auch einen eigenen Kinofilm.

Die Superheldin Wonder Woman liebt Männer und Frauen. Leser der Comicbücher hatten das schon länger vermutet, nun hat Comicautor Greg Rucka dies bestätigt. "Ich weiß nicht, wie ich es noch deutlicher machen soll", sagte er der Website "Comicosity" in einem Interview. Wonder Woman, die erste Superheldin des DC-Comics-Verlags, sei "offensichtlich" bereits in Männer sowie in Frauen verliebt gewesen. Sie spreche die Worte zwar nie aus, aber das sei auch nicht nötig, findet der Autor, weil ihre sexuelle Orientierung aus der Handlung klar hervorgehe.

Rucka schrieb die Skripten für die Wonder-Woman-Comics in den Nullerjahren und kehrte nun anlässlich des 75. Geburtstages zur Serie zurück.

Für ihn passe die Bisexualität der Figur zu ihrer Heimat. Sie stammt von der von Frauen besiedelten "Paradiesinsel" Themyscira, wo sie auch als Kriegerprinzessin Diana bekannt ist. Themyscira "muss aus einer Vielzahl von Gründen eine integrative und tolerante Gesellschaft haben", sagte Rucka. "Dass sie ein Paradies ist, ist nur ein Grund."

Bei DC Comics habe ihm nie jemand vorgegeben, welche sexuelle Orientierung die Superheldin, immerhin eine der ältesten des gesamten DC-Universums, haben solle, sagte er.

Erster "Wonder Woman"-Film kommt 2017

Wonder Woman hat demnächst auch einen großen Auftritt auf der Leinwand: Der erste eigene "Wonder Woman"-Kinofilm - unter der Regie von Patty Jenkins - soll im Sommer 2017 anlaufen. Die Superheldin wird - wie bereits im Blockbuster "Batman v Superman: Dawn of Justice" - von der Schauspielerin Gal Gadot verkörpert. Einen ersten Trailer gibt es bereits. Chris Pine spielt darin die männliche Hauptrolle.

>> Das Interview auf "Comicosity"