VW aber auch andere Magna-Kunden fürchten einen Interessenskonflikt bei Magna, das ja nun nicht nur Zulieferer sondern auch Produzent einer eigenen Marke ist.
Der Zulieferer Magna will Bedenken des VW-Konzerns wegen des Einstiegs der Kanadier beim Autobauer Opel ausräumen. Zu diesem Zweck seien Gespräche geplant, sagte Magna-Co-Chef Don Walker am Dienstag in Tokio. Bei den Kunden des Zulieferers gibt es die Sorge, dass Magna Opel als Abnehmer bevorzugt behandeln könnte. Eine weitere Sorge ist, dass Opel über Magna an geheime Technologie anderer Hersteller herankommen könnte.
"Die meisten Kunden, mit denen ich gesprochen habe, wollen wissen, wie wir das so trennen, dass die Technologie geschützt ist", sagte Walker. Bisher seien die Kunden zufrieden mit den Maßnahmen, die Magna getroffen habe. Der Magna-Manager betonte, Opel werde nach dem Einstieg des kanadischen Zulieferers ein selbstständiges Unternehmen werden. Magna werde drei Repräsentanten in den Opel-Aufsichtsrat schicken. Diese müssten dann allerdings bei dem kanadischen Unternehmen ausscheiden.
Magna ist der drittgrößte Autozulieferer der Welt. Das Unternehmen liefert nicht nur Fahrzeugteile. Magna entwickelt auch Komponenten im Auftrag führender Hersteller. Zudem fertigt der Zulieferer komplette Fahrzeuge, unter anderem für Mercedes, BMW und Saab.
(APA)