Altbundespräsident Heinz Fischer hielt am Mittwoch seine Antrittsvorlesung an der Universität Innsbruck.
Das Thema: „Die Rolle des Bundespräsidenten in der Zweiten Republik.“
Fischer: Meine lieben Studentinnen und Studenten, über wen soll ich euch etwas erzählen? Über den Jonas, den Kirchschläger, den . . .?
Student: Über den Bundes-Heinzi! Den Heifi!
Fischer: Ja, so einfach kann man sich die Entscheidung nicht machen. Da muss man erst sorgfältig Pro und Kontra abwägen . . .
Student: Wir brauchen die ECTS-Punkte aber noch in dem Semester.
Fischer: Aber in der Politik geht es auch nicht so schnell. Da muss man Arbeitsgruppen einsetzen, Sondierungsgespräche führen, . . .
Ruf von hinten: Sie werden sich noch wundern, was alles gehen wird!
Fischer: Ja, der Norbert Hofer, was machen Sie in meiner Vorlesung?
Hofer: Ich will halt auch lernen, wie man staatstragend wirkt.
Fischer: Na, das ist schön. So, und wer kommt jetzt bei der Tür herein? Sagen Sie, warum kommen Sie zu spät in meine Vorlesung?
Mann: Entschuldigung, ich war noch schnell eine mit meiner herrlichen Lunge rauchen (hust, hust).
Fischer: Ach, du bist es, Sascha! In der Tiroler Tracht habe ich dich erst gar nicht erkannt. Setz dich doch einfach gleich neben den Herrn Hofer. Dann könnt ihr beide noch was lernen. (aich)
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.10.2016)