„Die Presse“ legt an Reichweite zu: 315.000 Leser täglich

Media-Analyse. 24.000 Leser mehr für die „Presse“ und ein Plus von 17.000 für die „Presse am Sonntag“ (auf 345.000 Leser) – das ergibt ein Jahresvergleich der Reichweitenmessung.

74 Printmedien, zwanzig Agenturen, zwei Infoscreen-Anbieter gemeinsam finanzieren regelmäßig die Durchführung der Media-Analyse – weil sie wissen wollen, wo die einzelnen Medien im Konzert der Informationsanbieter stehen. Und weil die Daten als Grundlage für wichtige Entscheidungen dienen, vor allem für die werbetreibende Wirtschaft. Wie also haben sich „Die Presse“ und die „Presse am Sonntag“ im vergangenen Jahr entwickelt? Sie haben Leser dazugewonnen: Für die „Presse“ weisen die nun veröffentlichten Daten der Media-Analyse (erhoben von Juli 2015 bis Juni 2016) eine Reichweite von 4,3 Prozent aus – das entspricht 315.000 Lesern täglich. Zur „Presse am Sonntag“ griffen durchschnittlich 4,7 Prozent, das sind 345.000 Leser.

Das ist (innerhalb der Schwankungsbreite) ein klares Plus im Vergleich zu 2014/15: „Die Presse“ konnte täglich 24.000 Leser dazugewinnen, die „Presse am Sonntag“ steigerte die Zahl ihrer Leser um 17.000. „Wir produzieren täglich ein Spitzenprodukt, das seit über 165 Jahren für höchste Qualität steht“, sagt dazu „Presse“-Chefredakteur und Herausgeber Rainer Nowak. „Unsere Leser wissen die Leistungen der Redaktion zu schätzen, was uns den Antrieb gibt, unser Angebot – wie etwa die Wirtschaftsberichterstattung im ,Economist‘ – weiter auszubauen.“ Das wird von manchen Zielgruppen sehr geschätzt: 12,9 Prozent der Akademiker sind „Presse“-Leser, in der A-Schicht erreicht die Zeitung eine Reichweite von 11,6 Prozent, bei Personen mit einem persönlichen Nettoeinkommen von 3000 Euro und mehr sind es sogar 13 Prozent. Besonders erfreulich ist das Ergebnis bei jungen Lesern: „Die Presse“ erreicht in der Zielgruppe der 14- bis 19-Jährigen eine Reichweite von 3,5 Prozent.

„Krone“ verliert am meisten Leser

Die Media-Analyse 2015/16 basiert auf 15.645 Interviews. Darin zeigte sich, dass 67,6 Prozent der Österreicher (14+) Tageszeitungen lesen – und jeder zweite Teenager: Bei den 14- bis 19-Jährigen lag die Reichweite bei 52,3 Prozent. Insgesamt ging die Reichweite der Tageszeitungen gegenüber 2014/15 aber von 5,03 Millionen auf nunmehr 4,97 Millionen Leser zurück.

Dementsprechend verlor die Mehrheit der Zeitungsverlage Leser, meist nur geringfügig. Einen signifikanten Rückgang verzeichnete die „Kronen Zeitung“. Sie bleibt reichweitenstärkste Zeitung, verlor aber 67.000 Leser und kommt auf 31 Prozent Reichweite (2,278 Mio. Leser). Die „SN“ verloren 23.000 Leser und erreichen nun 3,2 Prozent (238.000). Zugewinne (innerhalb der Schwankungsbreite) gab es neben der „Presse“ auch für das Schwesterblatt „Kleine Zeitung“. Sie konnte von 11,4 auf 11,6 Prozent Reichweite (853.000 Leser) zulegen. Die „OÖN“ kamen auf 5,1 Prozent (372.000), die „Neue Vorarlberger Tageszeitung“ auf 0,5 Prozent (40.000), die „Vorarlberger Nachrichten“ auf 2,1 Prozent (157.000), die „TT“ auf 3,8 Prozent (281.000), „Der Standard“ auf 5,4 Prozent (395.000) und der „Kurier“ auf 8,0 Prozent (589.000).

„Heute“ vor „Österreich“

Auf dem Gratismarkt landete „Heute“ mit 13,1 Prozent (961.000 Leser) vor „Österreich“ (8,5 Prozent/623.000). „Österreich“-Herausgeber Wolfgang Fellner nützte die Gelegenheit, eine „grundlegende Reform“ der Media-Analyse zu fordern – seiner Ansicht nach wird durch die Art der Befragung (seit 2014 werden die Befragungen überwiegend online durchgeführt) weniger die Leserzahl als vor allem das Image der Zeitungen gemessen.

Unter den Wochenzeitungen liegt die Regionalmedien Austria (RMA) mit 48,9 Prozent (3,598 Mio. Leser) vor den „NÖN“ mit 7,3 Prozent (535.000). „News“ erreichte 5,7 Prozent (421.000 Leser), das „Profil“ 4,8 Prozent Reichweite (353.000 Leser). Das Monatsmagazin „Servus in Stadt und Land“ kam auf 13,2 Prozent (971.000 Leser). 73,5 Prozent der Befragten gaben an, „gestern“ im Internet gewesen zu sein.

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