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Moto-GP: Auftakt zum WM-Showdown

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Marc Márquez(c) APA/AFP/TOSHIFUMI KITAMURA
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Marc Márquez hat in Japan die erste Titelchance, benötigt aber Schützenhilfe von Valentino Rossi und Jorge Lorenzo.

Motegi. Bereits zum Auftakt der Überseetournee könnte im Grand Prix von Japan am Sonntag (sieben Uhr, SF2, live) die WM-Entscheidung in der Moto-GP-Klasse fallen. Allerdings müsste Marc Márquez gewinnen, um vorzeitig den dritten Titel zu feiern, und Verfolger Valentino Rossi (52 Punkte zurück) dürfte nicht besser als 15. werden bzw. Weltmeister Jorge Lorenzo (66) nicht auf dem Podest stehen. „Ich habe hier die erste Chance, aber wir brauchen nicht darüber zu reden. Ich weiß, dass es fast unmöglich ist“, sagte der Spanier.

Abgesehen von Schützenhilfe der Konkurrenz muss Márquez selbst Historisches schaffen: Noch nie hat der 23-Jährige auf dem Twin Ring Motegi gewinnen können, es ist dies neben dem erst seit heuer im Programm stehenden Red-Bull-Ring die einzige Strecke im WM-Kalender, auf der er noch nicht triumphiert hat. „Für meinen Fahrstil ist es hier nicht so schlecht, aber mit unserem Motorrad haben wir hier in jedem Jahr Mühe“, erklärte er. Honda-Teamkollege Dani Pedrosa hat es auf dem kurvigen Kurs jedoch bereits vorgezeigt, im Vorjahr fuhr er zum dritten Mal als Erster über die Ziellinie.

Márquez' WM-Rivalen wollen am Wochenende ihre Durststrecke beenden, den letzten Yamaha-Sieg feierte Rossi Anfang Juni in Katalonien. Während Stallrivale Lorenzo in Japan zuletzt 2014 gewonnen hat, liegt der letzte Erfolg des Rekordweltmeisters aus Italien bereits acht Jahre zurück. „Die Yamaha ist hier immer konkurrenzfähig, aber jedes Jahr ist anders“, meinte Rossi, der nicht unbedingt ein Freund des dichten Terminkalenders im WM-Finish ist. Auf Japan folgen im Wochenrhythmus Australien und Malaysia vor dem Finale in Valencia (13. November). „Es ist ein großer Stress“, sagte Rossi. „Auf der anderen Seite verbringt man viel Zeit auf dem Motorrad. Man wird schneller und schneller.“ Vielleicht schnell genug, um Márquez noch einzuholen. (swi)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.10.2016)