Österreich versteigert erstmals 70-jährige Staatsanleihe

THEMENBILD: 500-EURO-GELDSCHEINE
APA/BARBARA GINDL

Nach Einschätzung der Commerzbank können Investoren mit einer Rendite von rund 1,7 Prozent rechnen. Details sind noch keine bekannt.

Österreich will sich erstmals über eine ultra-lang laufende Staatsanleihe frisches Geld von Anlegern beschaffen. Geplant ist die Platzierung einer 70 Jahre laufenden Anleihe, so ein Sprecher der Bundesfinanzierungsagentur OeBFA am Dienstag. Österreich will sich so das aktuell sehr niedrige Zinsniveau sichern. Nach Einschätzung von Commerzbank-Anleihespezialist Christoph Rieger können Investoren mit einer Rendite von rund 1,7 Prozent rechnen. Details über Preis und Volumen werden nach APA-Informationen für den späten Abend erwartet.

Papiere mit ultra-langen Laufzeiten ziehen vor allem institutionelle Anleger wie Pensionsfonds und Versicherungen an. "Wir sehen eine klare Tendenz zu ultra-lang laufenden Anleihen", sagte Rieger.

Auch andere Länder der Eurozone haben angesichts der aktuell niedrigen Zinsen bereits Papiere mit ungewöhnlich langen Laufzeiten an den Markt gebracht. Italien, Spanien und Frankreich begaben 50 Jahre laufende Staatsanleihen. Belgien und Irland legten über Privatplatzierungen sogar 100-jährige Bonds auf.

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