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EU erlaubt Gazprom stärkeren Zugriff auf deutsche Gaspipeline

Gazprom-Vorstand Alexei Miller.
Gazprom-Vorstand Alexei Miller.REUTERS/Maxim Shemetov/File Photo
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Der russische Staatskonzern soll Zugang zur Hälfte der Opal-Leitung erhalten. Viele EU-Staaten fordern eine größere Energie-Unabhängigkeit von Russland.

Die EU-Kommission wird nach Angaben aus EU-Kreisen Gazprom am Freitag einen stärken Zugriff auf die Pipeline Opal in Deutschland genehmigen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von den Insidern erfuhr, soll der staatliche russische Energiekonzern Zugang zur Hälfte der Leitung behalten. Zudem soll Gazprom nun das Recht bekommen, auf weitere 30 bis 40 Prozent von Opals Kapazität zu bieten.

Die Pipeline zweigt in der Ostsee von der Nord-Stream-Leitung ab und bringt Gas nach Tschechien. Derzeit hat Gazprom nur begrenzten Zugang, weil die EU eine zu starke Kontrolle der Infrastruktur durch Energieversorger verhindern will.

Reuters hatte am Mittwoch unter Berufung auf Insider gemeldet, die EU werde bis Montag über Gazproms Zugang zu Opal entscheiden. Dieser ist auch wichtig für das Projekt Nord Stream 2, das als zweite Leitung Russland und Deutschland durch die Ostsee verbinden soll. Viele Politiker in der EU fordern, dass Europa unabhängiger von russischen Gaslieferungen werden müsse. Hintergrund ist der Unmut über das russische Vorgehen in der Ukraine und Syrien. Wegen des Widerstandes aus Europa steht die Nord-Stream-Erweiterung auf der Kippe. Gazprom will Anfang November entscheiden, ob die Vereinbarungen aufgekündigt werden sollen.

An der Nord Stream sind auch die deutschen Konzerne Wintershall und E.ON beteiligt. Die heimische OMV hatte vor kurzem wegen Widerstands aus Polen ihren Ausstieg aus dem Projekt bekannt gegeben, hat aber nach wie vor Interesse, wie Konzernchef Rainer Seele vergangene Woche sagte.

(APA/Reuters)