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37 Prozent der Österreicher sehen Spaltung im Land

Symbolbild: Soldaten hissen österreichische Fahne
Symbolbild: Soldaten hissen österreichische FahneAPA/GEORG HOCHMUTH
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Das Linzer Meinungsforschungsinstitut IMAS hat eine repräsentative Umfrage veröffentlicht. Als stärkste Bruchlinie nannten die Befragten die Zuwanderung inklusive Flüchtlingskrise und Integration.

Rund 37 Prozent der Österreicher meinen, dass das Land politisch gespalten ist. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Linzer Meinungsforschungsinstitut IMAS am Donnerstag veröffentlicht hat. Es handelt sich dabei um eine repräsentative Studie: Im August und September wurden 1031 Personen ab 16 Jahre befragt.

Von einer Spaltung Österreichs (zwischen dem von den Grünen unterstützten, links zu verortenden Alexander Van der Bellen und dem rechts angesiedelten FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer) war im Zusammenhang mit dem Ausgang der Bundespräsidentenstichwahlen immer wieder die Rede. Von einem ganz eindeutigen Befund in diese Richtung wollen die Meinungsforscher aufgrund des nunmehrigen Umfrageergebnisses aber doch nicht sprechen. Denn 19 Prozent sind laut Umfrageergebnis "voll und ganz" von einer Spaltung des Landes überzeugt, weitere 18 "einigermaßen". Dem stehen 32 Prozent gegenüber, die das "eher nicht" so sehen, und weitere acht Prozent, für die das "überhaupt nicht" zutrifft.

Bei Personen mit höherer Bildung und FPÖ- sowie Grüne-Sympathisanten ist aber der Eindruck einer gespaltenen Nation überdurchschnittlich stark.

Stärkste Bruchlinie: Zuwanderung inklusive Asylkrise

IMAS fragte jene 37 Prozent, die von einer Spaltung des Landes sprechen, in welchen Themenbereichen sie diese besonders stark spüren. Als stärkste Bruchlinie stellte sich dabei die Zuwanderung inklusive Flüchtlingskrise und Integration heraus. 69 Prozent antworteten dementsprechend. Als wesentlich weniger bedeutend werden politische Gesinnung (zwölf Prozent Nennungen), die EU sowie der Bereich Budget-, Finanzpolitik/Staatsverschuldung/Verschwendung von Steuergeldern (jeweils zehn Prozent) angesehen.

Die Bundespräsidentenwahl ist für acht Prozent ein Spaltpilz, Religion/Islam für sechs Prozent. Ausländerkriminalität, Umweltschutz, der Umgang mit Digitalisierung und die Wissenschaft sorgen hingegen in den Augen der Befragten kaum für Spannungen im Lande.

(APA)