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Vier tote Menschen in Flüchtlingsboot in der Ägäis entdeckt

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Todesursache ist noch unbekanntAPA/AFP/GABRIEL BOUYS
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Zuvor hatte das Boot mit 19 Insassen ein Notsignal abgesendet. In Italien sind im Oktober so viele Menschen wie noch nie über das Mittelmeer ins Land gekommen.

Die griechische Küstenwache hat am Mittwoch vier tote Flüchtlinge in einem Boot in der Nordägäis entdeckt. Weitere 15 Menschen wurden gerettet und in ein Krankenhaus der Hafenstadt Kavala gebracht, berichtete das Staatsradio unter Berufung auf die Behörden.

Die Migranten hatten zuvor ein Notsignal gesendet. Die Besatzung eines Bootes der Küstenwache habe die Flüchtlinge vor der Insel Thasos entdeckt und die Überlebenden in Sicherheit gebracht. Gerichtsmediziner sollen nun klären, warum die Migranten im Flüchtlingsboot starben. Thasos liegt vor der Küste Nordgriechenlands.

Die Küstenwache vermutet, dass die Migranten aus der Türkei gestartet waren und Nordgriechenland erreichen wollten. Migranten, die auf den Inseln der Ostägäis ankommen, dürfen zum Festland weiterreisen, wenn sie Asyl bekommen. Alle anderen werden zurückgeschickt. Dies sieht EU-Flüchtlingspakt mit der Türkei vor.

Rekordmonat an Italiens Küsten

Indes berichtet die EU-Grenzschutzbehörde, dass an Italiens Küsten sind im Oktober so viele Flüchtlinge wie nie zuvor in einem Monat angekommen. Fast 27.500 Menschen hätten das Land über das Mittelmeer erreicht, das sei die bisher höchste Zahl in einem Monat im Zentralen Mittelmeer und doppelt so hoch wie im September, teilte die Behörde Frontex am Mittwoch mit.

Grund dafür sei das bessere Wetter, was Schmuggler dazu bewege, noch mehr Menschen auf seeuntüchtige Boote zu treiben. Das erkläre auch die hohe Zahl der Toten im Oktober. 127 Menschen seien im Oktober im Zentralen Mittelmeer tot geborgen worden, aber vermutlich seien wesentlich mehr Migranten gestorben, heißt es in der Mitteilung. Bisher seien in diesem Jahr 2016 fast 160.000 Migranten in Italien angekommen - 13 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die meisten seien im Oktober aus Nigeria und Eritrea gekommen.

 

(APA/dpa)