Christkind wird heuer spendabler als 2015

Geschenke für fast zwei Milliarden Euro sollen heuer den Weg unter den Weihnachtsbaum finden.
Geschenke für fast zwei Milliarden Euro sollen heuer den Weg unter den Weihnachtsbaum finden.(c) APA/dpa/Peter Steffen
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Laut RegioPlan suchen die Österreicher zunehmen dkeine 08/15-Geschenke mehr. Online-Ausgaben für Geschenke fließen vorwiegend ins Ausland.

Mit dem ersten Adventssamstag nächstes Wochenende fällt der Startschuss für die Weihnachtseinkäufe. Geschätzt sollen heuer hierzulande Packerl im Wert von 1,95 Milliarden Euro unterm Baum liegen und damit etwas mehr als im Vorjahr. Vor allem online werden mehr Geschenke eingekauft, prognostiziert RegioPlan am Freitag. Insgesamt soll das Weihnachtsgeschäft 185 bis 195 Millionen Euro in die Onlinekassen spülen.

"Leider fließt jedoch ein großer Teil dieser Ausgaben ins Ausland", stellte Hania Bomba, Geschäftsführerin von RegioPlan Consulting, fest. Vor allem Amazon.de profitiere von den Einkäufen im Internet. Laut Eurostat fließen generell 44 Prozent der österreichischen Onlineausgaben ins Ausland. "Wir glauben, dass das auch zu Weihnachten so sein wird", so Bomba zur APA. Einer ersten Befragung zufolge will fast jeder zweite Befragte mehr als die Hälfte des Budgets online ausgeben. 82 Prozent wollen auch online Weihnachtseinkäufe erledigen.

Für die beliebtesten Einkaufsstraßen und -zentren ist die Weihnachtszeit nach wie vor ein wichtiger Umsatzbringer: Im Dezember nehmen die Geschäfte dort fast das Doppelte ein wie in einem durchschnittlichen Monat. Stationär machen sich die Österreicher vor allem in klassischen Einkaufsstraßen wie der Wiener Mariahilfer-oder der Kärntnerstraße und in den Innenstädten von Graz, Innsbruck, Linz und Co auf die Suche nach den Gaben. Bei den Einkaufszentren ziehen nach wie vor die SCS in Vösendorf, das Donauzentrum in Wien, der Europark in Salzburg, die SCS in Seiersberg und die Plus City in Linz viele Christkinder an.

Das Geschäft machen Wenige

Fast 20 Prozent des gesamten Weihnachtsumsatzes von 1,95 Milliarden Euro entfallen auf wenige Handelszonen, Einkaufszentren und den Onlinehandel. Mit dem Weihnachtsumsatz sind übrigens nur jene Verkaufserlöse gemeint, die im Dezember zusätzlich zum Umsatz eines Durchschnittsmonats generiert werden.

Insgesamt geben die Österreicher in der Weihnachtszeit den Großteil des Budgets für Lebensmittel und Unterhaltungselektronik aus: Je 300 Millionen Euro mehr als in einem Durchschnittsmonat fließen in diese Bereiche. Auch für Kleidung werden im Weihnachtsgeschäft rund 200 Millionen Euro hingelegt. Große Hoffnungen machen sich auch die Händler von Spielwaren, Uhren und Schmuck sowie von Büchern - für sie ist der Dezember-Umsatz essenziell. "Kann der Spielwarenhandel nicht mit neuen Trends punkten oder die Uhren- und Schmuckindustrie mit neuen tollen Modellen die Begehrlichkeit wecken, entscheidet der letzte Monat für manche über den Erfolg oder Misserfolg des ganzen Jahres", heißt es von RegioPlan.

Viele Geschenke würden jedoch am klassischen Handel vorbeigehen: Zu Weihnachten wünschen sich die Österreicher individuelle Präsente mit emotionalem Wert. Deshalb stünden Gutscheine für gemeinsame Aktivitäten, Wellness, Genuss, Ego und Freizeit weiter hoch im Kurs. Wenig Freude bereite man mit einfallslosen Geschenken wie vorverpackten Produktsets ohne persönlichen Bezug.

(APA)

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