Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Van der Bellen präsentiert "hoffentlich letzte" Plakatserie

Die neuen Plakate von Alexander Van der Bellen
Die neuen Plakate von Alexander Van der Bellen(c) Reuters
  • Drucken

Der Ex-Grünen-Chef inszeniert sich als "Präsident der Mitte" und appelliert an Unentschlossene und Nicht-Wähler: "Wählen! Nicht Wundern".

Unentschlossene und jene Österreicher, die bei der vergangenen Stichwahl nicht zu den Urnen gegangen sind, möchte der von den Grünen unterstützte Bundespräsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen nun mit neuen Plakaten mobilisieren. "Wählen! Nicht Wundern" appelliert dabei "Unser Präsident der Mitte" im bekannten Plakatdesign mit Porträt, Österreich-Fahne oder Kaunertal und verspricht "Vernunft statt Extreme".

Van der Bellen gab sich bei der Vorstellung seiner Plakate im Garten des Palais Schönburg motiviert: Die "wunderbare Bewegung, die mich trägt" gebe ihm die Energie für den  nunmehr knapp elfmonatigen Wahlkampf, betonte er. "Unser Präsident" - wie auf dem einen Plakat samt "Für das Ansehen Österreichs" steht - werde er schon jetzt im Wahlkampf manchmal gerufen, betonte er weiters. Am Plakat sei das "Versprechen und Programm": Er hoffe, dass ihn möglichst bald nach der Wahl möglichst viele Österreicher als "unser Präsident" empfinden. 

"Von der Krankenschwester bis Konrad und Haselsteiner"

Er wolle "die breite Mitte der Gesellschaft" vertreten, und die unterstütze ihn auch - "von der Krankenschwester über die Lehrerin bis zu Konrad und Haselsteiner", zeigte sich Van der Bellen überzeugt. Mit "Wählen! Nicht Wundern. Für das Ansehen Österreichs" versuche der frühere Grünen-Chef Unentschlossene und Nicht-Wähler vom Mai für sich zu gewinnen - und klar zu machen, dass es "nicht nur um zwei Personen, sondern um eine echte politische Entscheidung" geht.

Durchaus angriffig zeigte er sich gegenüber dem Gegner - nicht nur FPÖ-Kandidat Norbert Hofer, sondern auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache: Straches Kritik an der deutschen Kanzlerin Angelika Merkel sei "ein mutwilliges Spiel mit dem Ansehen Österreichs und österreichischen Arbeitsplätzen". Die FPÖ sehe die Hofburg-Wahl nur als "Etappe auf dem Weg, Strache als Bundeskanzler zu etablieren", merkte er an unter Kritik an Hofers Aussagen "Sie werden sich noch wundern, was alles geht" und "Nichts und niemand wird uns aufhalten".

Blasmusik und "Hobbits für Van der Bellen"

Wahlkampfmanager Lothar Lockl strich die Unabhängigkeit Van der Bellens hervor: Dass dieser Grünen-Chef war, sei lange her. Der Wahlkampf sei von privaten Spendern finanziert und von der "größten Bürgerbewegung" getragen, die es jemals für eine Wahl gegeben habe. 200 bis 300 Menschen pro Tag würden sich in der "Mitmach-Zentrale" melden. Gerade seien eine "Initiative Katholiken für Van der Bellen" und eine Facebook-Gruppe "Hobbits für Van der Bellen" entstanden, ein Designer entwerfe eigens Motorradjacken, Blasmusikkapellen und andere Musiker würden Videos pro Van der Bellen ins Netz stellen, auch viele Unternehmer, Bauern, Gastwirte fänden sich in der "breiten Bewegung" - "weil es sich für ihn zu kämpfen lohnt".

Die "hoffentlich" letzten Wahlplakate richten sich, so Lockl, an drei Gruppen: Die Unentschlossenen, die Nicht-Wähler vom Mai und auch "an die Menschen, die glauben, dass Van der Bellen ohnehin gewinnen wird" und deshalb nicht mitstimmen wollten. Man habe bei der aufgehobenen Stichwahl vom Mai - die Van der Bellen erst mit der Briefwahl-Auszählung gewann - gesehen, "dass jede einzelne Stimme zählt", rief Lockl zum Wählen auf.

Die Plakate könnten dank "tausender privater Einzelspenden" flächendeckend affichiert werden, nicht nur in Städten, sondern auch in ländlichen Regionen. Geplant sind rund 1200 16-Bogen- sowie 800 8-Bogen-Plakate, 600 mobile Großflächen und 20.000 Kleinflächen. Gestaltet wurden sie wieder von einem Team der Agentur Jung von Matt/Donau.

(APA)