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US-Notenbank erwägt Zinserhöhung trotz Flaute

Donald Kohn
(c) AP (Mark Lennihan)
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Laut Vizechef Donald Kohn könnten auch die Konjunkturhilfen gedrosselt werden. Die Fed treffe ihre Entscheidungen aufgrund von Prognosen und nicht erst, wenn eindeutige Beweise für die Erholung da sind.

Obwohl sich die Wirtschaft noch nicht erholt hat, könnte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Zinsen erhöhen und ihre massiven Konjunkturhilfen drosseln. Das Anziehen der Geldpolitik erfolge durch die Fed immer, wenn die Wirtschaft noch lahme, sagte am Mittwoch der Vizechef der Notenbank, Donald Kohn. Die Fed treffe ihre Entscheidungen stets auf Grundlage ihrer Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung und warte nicht auf erst eindeutige Beweise, dass die Erholung eingesetzt habe.

"Ja, es gibt eine Flaute, aber die wird verschwinden. Ja, die Menschen sind arbeitslos, aber sie werden wieder Jobs bekommen", sagte Kohn. Wenn die geldpolitischen Maßnahmen nicht verschärft würden, bestehe die Alternative in einer destabilisierenden Phase der Inflation.

Die Fed hatte im Kampf gegen die schwerste Rezession seit den 30er Jahren die Zinsen auf nahe Null gesenkt und massiv Wertpapiere gekauft, um Liquidität in das angeschlagene Finanzsystem zu pumpen.

(Ag.)