88 Prozent mehr Gewinn für die Vienna Insurance Group

VIG-Chefin Elisabeth Stadler ist mit der Ergebnisentwicklung sehr zufrieden
VIG-Chefin Elisabeth Stadler ist mit der Ergebnisentwicklung sehr zufriedenAPA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
  • Drucken

Der Versicherungskonzern Vienna Insurance Group hat in den ersten drei Quartalen den Vorsteuergewinn auf 301 Millionen Euro geschraubt.

Die Chefin der Vienna Insurance Group (VIG), Elisabeth Stadler, ist mit der Ergebnisentwicklung des grössten östereichischen Versicherers sehr zufrieden. Trotz der Niedrigzinsen, die Banken und Versicherern in Europa zu schaffen machen, und der anhaltenden Zurückhalgung beim Abschluss von Einmalerlägen in der Lebensversicherung konnten die Prämien um 0,7 Prozent auf 6,96 Milliarden Euro gesteigert werden. Der Gewinn vor Steuern stieg um 88,4 Prozent auf 301,3 Millionen Euro. Der Ergebnisbeitrag der CEE-Märkte betrug dabei rund 65 Prozent. Das Konzernergebnis legte um 67,8 Prozent auf 219,8 Millionen Euro zu. Das Ergebnis je Aktie stieg auf 2,17 (1,23) Euro.

Das starke Plus müsse aber auch hinsichtlich der Wertberichtigungen im Vorjahreszeitraum betrachtet werden. Die VIG hatte vor einem Jahr eine IT-Wertberichtigung von 195 Millionen Euro vorgenommen.

Die Combined Ratio der VIG nach Rückversicherung (ohne Berücksichtigung von Veranlagungserträgen) liegt in den ersten neun Monaten des Jahres bei 97,9 Prozent. Die Kapitalanlagen des Konzerns einschließlich der liquiden Mittel betrugen zum 30. September 36,5  Milliarden  Euro. In den ersten drei Quartalen erwirtschaftete die VIG ein Finanzergebnis von 703,2 Millionen Euro, das sind um 10  Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Zahlen lagen im Rahmen der Erwartungen. Von der APA befragte Analysten hatten im Mittel Prämieneinnahmen von 6,95 Milliarden Euro, einen Vorsteuergewinn von 303,5 Millionen Euro und einen Nettogewinn von 230 Millionen Euro erwartet.  Früheren Angaben zufolge soll sich das Vorsteuerergebnis in diesem Jahr auf bis zu 400 Millionen Euro vor Steuern mehr als verdoppeln.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.