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oekostrom AG startet nun auch Gas-Vertrieb

Heimische Windräder könnten künftig auch Gas "produzieren".
Heimische Windräder könnten künftig auch Gas "produzieren".(c) APA/dpa/unbekannt
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Der heimische Anbieter von Ökostrom will mit seinem neuen Angebot auch die Windgas-Technologie unterstützen.

Die oekostrom AG bietet nun auch Erdgas an und unterstützt damit gleichzeitig die Windgas-Technologie. Für die Förderung der Power-to-Gas-Technologie (P2G) werden 18 Euro pro Kunde zweckgewidmet. Die oekostrom AG werde damit zum Vollversorger, so die beiden Vorstände Lukas Stühlinger und Rene Huber. Das Erdgas für das oekostrom-Produkt "gas future" stamme aus Gasquellen in Niederösterreich.

Zur Erreichung der Klimaziele von Paris müsse bis 2040 auf Erneuerbare Energien umgestellt sein, dabei werde "ein großes Thema, das auf uns zukommt" die Raumwärme in den Städten sein, so Stühlinger. Es gebe Konzepte für Raumwärme am Land, für den Verkehr. Konzepte für Erneuerbare Raumwärme in den Städten steckten dagegen noch in den Kinderschuhen. Um im Bereich Raumwärme und Warmwasser auf Erneuerbare Energiequellen umzustellen, müssten rund 100 Petajoule (PJ) Öl und Gas substituiert werden.

Die Windgastechnologie ist diesbezüglich für die oekostrom AG ein wichtiger Baustein. Dabei wird aus überschüssigem Windstrom Wasserstoff gewonnen. "Das passt gut zu uns", sagt Huber. Die oekostrom AG besitzt auch Windparks. In Verbindung mit dem bestehenden Erdgasnetz und den Gasspeichern wird die Power-To-Gas (P2G) auch als Speichertechnologie für Strom aus volatilen erneuerbaren Quellen gesehen.

Analog zum Strom sollte es in Zukunft auch verbindliche Herkunftsnachweise für Erdgas geben, fordert die oekostrom AG. "Die Frage ist, woher kommt das Gas, dabei geht es um Bewusstseinsbildung", so Stühlinger.

Beim oekostrom-Gasprodukt beträgt der Energiepreis netto 2,99 Cent/Kilowattstunde (kWh) plus der für die Windgas-Technlogie-Förderung zweckgebundene Grundpreis von brutto 18 Euro im Jahr. Eingesetzt wird der Förderbeitrag laut oekostrom AG unter anderem für innovative Studien und Forschungsprojekte sowie die Unterstützung von P2G-Projekten. Das Gas stamme zu 100 Prozent aus Erdgasquellen in Niederösterreich, betont die oekostrom AG. Das werde auch vom Lieferanten, einem österreichischen Energieversorger, garantiert.

Zielgruppe sind Kunden im urbanen Raum, die zum Heizen beispielsweise keine Biomasse oder Wärmepumpen verwenden können. Huber beziffert das Potenzial für "gas future"-Kunden mit rund 10 Prozent aller oekostrom-AG-Kunden von derzeit rund 55.000 Haushalten. Im ersten Jahr sei das Ziel bei 2.000 Gaskunden.

(APA)