Binnen Sekunden zum vollen Smartphone-Akku

(c) University of Florida

Den Forschern der Florida-Universität ist ein Durchbruch in der Akku-Forschung gelungen. Ein auf dem Superkondensator-Prinzip basierender Akku, der in Smartphones passt.

Die Leistungsfähigkeit von Smartphones wurde in den letzten Jahren eklatant gesteigert. Doch beim Akku scheint es, als wäre die Entwicklung stehengeblieben. Es gibt kaum Geräte, die bei intensiver Nutzung länger als zwei Tage durchhalten. Dabei sind es eben jene Komponenten, die dem Akku so schwer zusetzen. An Universitäten, in Forschungseinrichtungen vieler Hersteller wird daran gearbeitet, dass Akkus länger durchhalten und nur kurze Zeit brauchen, um vollständig aufgeladen zu sein. Ansätze gibt es dafür unterschiedliche.

Den Forschern der Universität in Florida ist ein Durchbruch bei der Suche nach dem Stromspeicher der Zukunft gelungen. Sie haben einen Mini-Akku entwickelt, der sich binnen Sekunden aufladen lässt. Dabei setzen die Forscher auf das Prinzip des Superkondensators. Ziel ist es, dass der Akku binnen Sekunden vollständig geladen ist und bis zu einer Woche hält.

Noch ist der Akku von einer Marktreife weit entfernt. Der größte Schritt ist aber bereits gelungen, denn bislang waren die Superkondensator-Akkus viel zu groß, um in ein Smartphone zu passen. Verkleinerte Leitungen im Nanometerbereich und neuen Materialien ermöglichen die Verkleinerung.

Steckdosen-Abstinenz für sieben Tage

"Wenn wir mit diesen Superkondensatoren die bekannten Batterien ersetzen, könnte man ein Smartphone in wenigen Sekunden aufladen und bräuchte es dann für eine Woche nicht mehr an die Steckdose hängen", sagt Forschungsleiter Choudhary.

Ein weiterer Vorteil gegenüber Lithium-Ionen-Akkus ist die Lebensdauer. Statt 10.000 Ladezyklen überlebt der Superkondensator-Akku bis zu 30.000 Ladevorgänge.

Bis aber der Lithium-Ionen-Akku abgelöst wird, werden noch Jahre vergehen, denn wie auch die Forschung an dem Superkondensator-Akku handelt es sich bei den anderen Technologien wie des Feststoffkörper-Akkus noch um Prototypen.

>>> Hier geht's zur Studie der Universität von Florida.

(bagre)