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Ex-UKIP-Chef rechnet mit EU-Austrittsreferendum in Österreich

Nigel Farage
Nigel FarageAPA/AFP/FREDERICK FLORIN
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Brexit-Wortführer Nigel Farage glaubt bei einem Sieg Norbert Hofers an ein Referendum. Und: "Ich würde mein Geld darauf setzen, dass er gewinnt." Die FPÖ weist das "Austrittsgerede" als "völlig haltlos" zurück.

Der Brexit-Wortführer und Ex-UKIP-Chef Nigel Farage rechnet mit einem EU-Austrittsreferendum in Österreich nach einem Wahlsieg von FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer. "Hofer wird verlangen, dass Österreich ein Referendum über seine Mitgliedschaft in der Europäischen Union abhält", sagte Farage laut der Zeitung "Washington Examiner" dem TV-Sender Fox News am Freitag (Ortszeit).

"Ich würde mein Geld darauf setzen, dass Hofer von der FPÖ diese Wahl gewinnt", sagte der britische Rechtspopulist dem Fox-News-Moderator Sean Hannity. Farage erläuterte den US-Fernsehzuschauern, dass der österreichische Bundespräsident zwar "nicht sehr viele exekutive Befugnisse hat, aber trotzdem sehr wichtig ist".

Österreich werde am Sonntag nach Großbritannien und die USA das nächste westliche Land sein, dessen Bürger gegen die Regierung aufbegehren, betonte Farage. Er spielte damit auf das britische Votum für einen EU-Austritt im Juni und den Sieg des Rechtspopulisten Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl im November an. "Ich sehe 2016 als Jahr einer politischen Revolution. Zwei Revolutionen, eine im Vereinigten Königreich, eine in den USA. Es geht um die nationalstaatliche Demokratie, das Wiedererlangen der Kontrolle über unser Leben und unsere künftige Ausrichtung."

Kickl weist Austrittsgerede als "völlig haltlos"

Samstagmittag reagierte FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl in einer Aussendung auf das "völlig haltlose Austrittsgerede" des Briten. "Nigel Farage ist offenbar alles andere als ein Kenner der inhaltlichen Positionen von Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer", hielt Kickl darin fest. Die Mutmaßungen von Farage hinsichtlich eines EU-Austrittsreferendums seien "ohne jede Substanz". Die FPÖ sei weder für einen Austritt Österreichs aus der EU noch wolle sie den von Alexander Van der Bellen geforderten Umbau der EU zu Vereinigten Staaten von Europa samt Verlust des Vetorechts der Mitgliedsstaaten, so Kickl weiter. Hofer trete für die Weiterentwicklung der EU ein, konkret für eine "Abkehr von den immer stärker werdenden Einheitsstaatsphantasien der Brüsseler Zentralisten".

Bundespräsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen sah sich nach Farages Äußerungen am Samstag in seiner Warnung vor einem EU-Austritt Österreichs bestärkt. Die Stichwahl sei "damit auch eine Abstimmung darüber, ob Österreich zum gemeinsamen Europa steht oder nicht", betonte Kampagnenleiter Lothar Lockl in einer Aussendung.

>>> Bericht des "Washington Examiner"

(APA/Red.)