Jürgen Pfeffer (33) wurde am Montag zum neuen Generalsekretär des BSA (Bund Sozialdemokratischer Akademiker) gewählt. Im Frühjahr soll ein neuer Chef gekürt werden.
WIEN. Wie die SPÖ zu retten wäre? „In Anlehnung an Kreiskys 1000 Experten hätten wir 10.000 Experten dafür anzubieten“, spielt Jürgen Pfeffer auf seine Mitglieder an. Diese Experten aus allen Bereichen gebe es bereits, man bräuchte sie nur zu organisieren. Gusenbauers „Netzwerk Innovation“ etwa sei eine der gelungensten Initiativen der jüngeren Zeit gewesen. „Die, die da mit dabei waren, reden heute noch davon.“
Jürgen Pfeffer (33) wurde am Montag zum neuen Generalsekretär des BSA (Bund Sozialdemokratischer Akademiker) gewählt. Der BSA ist derzeit ohne Präsident. Maria Berger hat diese Funktion zurückgelegt. Im Frühjahr soll ein neuer Chef gekürt werden. Derzeit wird der BSA interimistisch von Wolf Frühauf, Sektionschef im Wissenschaftsministerium i.R., geführt. Und eben von Pfeffer, Unternehmensberater mit Schwerpunkt Netzwerkanalyse und Wirtschaftsinformatiker.
Der ehemalige Wiener VSStÖ-Vorsitzende empfiehlt der SPÖ-Führung: „Visionen haben und einen Weg entwickeln, wie man diese umsetzen kann.“ Ganz wichtig sei, dass der kleine Funktionär auf der Straße wisse, wofür die SPÖ eigentlich stehe, „dann braucht er sich vor den Leuten auch nicht mehr zu fürchten“.
Pfeffer ist für ein Integrationsstaatssekretariat. „Weil Integration mehr ist als Schubhaft.“ Zum Konflikt zwischen Kurt Flecker und Werner Faymann meint er: „Flecker oder Ackerl sind wichtig für den Gesamtbogen der Partei, ebenso wichtig ist die Gesprächskultur.“ Pfeffer will den BSA stärker zum Thinktank machen. Eine Postenvergabestelle für Akademiker sieht er im BSA nicht. „Eher ein berufliches Netzwerk.“
("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.10.2009)