Die Wirtschaft in den Ländern mit dem Euro als Währung ist nicht um 0,1 sondern um 0,2 Prozent geschrumpft. Auf Jahressicht wird das BIP um 4,8 Prozent kleiner sein.
Die Wirtschaft des Euroraums ist im zweiten Quartal etwas stärker als zunächst berechnet geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei auf Quartalssicht um 0,2 Prozent gesunken, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat. In einer vorherigen Schätzung hatte Eurostat das Minus noch auf 0,1 Prozent veranschlagt. Volkswirte hatten mit einer Bestätigung der Daten gerechnet. Im ersten Quartal war die Wirtschaftsleistung im Euroraum mit einer Rekordrate von minus 2,5 Prozent geschrumpft. EU-weit ist das BIP im 2. Quartal sogar um 0,3 Prozent zurückgegangen.
Auch auf Jahressicht sank die Wirtschaftsleistung etwas stärker als zunächst ermittelt. Laut Eurostat betrug das Minus 4,8 Prozent, nachdem zunächst ein Rückgang um 4,7 Prozent errechnet wurde. Auch hier hatten Experten keine Revision erwartet.
Konsum stützt Wirtschaft
Gestützt wurde die Wirtschaft vom privaten Konsum. Er legte um 0,1 Prozent zu. Dagegen sanken die Investitionen der Unternehmen erneut kräftig, ebenso die Exporte.
Die beiden größten Euro-Länder Deutschland und Frankreich haben die Rezession im Frühjahr bereits hinter sich gelassen. Sie wuchsen um jeweils 0,3 Prozent. Auch in mehreren kleineren Mitgliederstaaten des Währungsraums wuchs die Wirtschaft wieder. Euro-Neuling Slowakei setzte sich mit einem Plus von 2,2 Prozent an die Spitze der Euro-Zone. Schlusslicht war Finnland, wo das Bruttoinlandsprodukt binnen Quartalsfrist um 2,5 Prozent sank.
Für das gerade abgelaufene Sommerquartal erwarten die Europäische Zentralbank und Analysten wieder Wachstum, Konjunkturdaten zu Industrie oder Dienstleistern signalisierten zuletzt eine Belebung. Allerdings dürfte die Erholung holprig ausfallen, sagte EZB-Chef Jean-Claude Trichet kürzlich.
(APA)