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Abgasaffäre: Audi-Motor hat "sehr gut abgeschnitten"

Die Behörden haben offenbar Audis 2,0 TDI-Motor im Visier.
Die Behörden haben offenbar Audis 2,0 TDI-Motor im Visier.(c) AFP/BRENDAN SMIALOWSKI
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Die Labor-Testergebnisse des Forschungszentrums der EU-Kommission legen laut Bericht nahe, dass Audi eventuell zu gut abgeschnitten hat.

Die VW -Tochter Audi hat einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise den Dieselmotor des aktuellen Modells A3 manipuliert, um Abgas-Grenzwerte der EU einzuhalten. Das legten Labor-Testergebnisse des Forschungszentrums Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission nahe, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Mittwoch. Die Brüsseler Behörde habe die Testberichte auf Drängen des Untersuchungsausschusses herausgegeben, den das Europaparlament zur Aufklärung der Abgasaffäre eingesetzt hat.

Audi erklärte, dem Unternehmen lägen keine Informationen zu den angesprochenen Untersuchungen vor. "Es ist für uns nicht ersichtlich, um welche Motorisierung es sich konkret handelt. Deshalb können wir dazu leider keine Stellung beziehen." Es gebe unabhängige Messungen, bei denen der A3 2,0 TDI mit der Schadstoffnorm Euro 6 "sehr gut abgeschnitten" habe.

Die Ingolstädter sind bereits in die Abgasaffäre bei Volkswagen verwickelt. Für Freitag hat das US-Bezirksgericht in San Francisco eine Anhörung über einen Kompromiss zur Reparatur und den Rückkauf von rund 85.000 Diesel-Fahrzeugen mit 3,0-Liter-Motoren von Audi angesetzt. VW hatte bereits im Oktober in den USA eine Einigung für rund 475.000 Dieselautos mit 2,0-Liter-Motor mit einer illegalen Abschalteinrichtung erzielt. Der Vergleich kostet den Dax-Konzern einschließlich Händler-Entschädigungen bis zu 16,5 Milliarden Dollar.

(Reuters)