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Immofinanz machte mit Buwog satte Gewinne

Buwog Immofinanz
(c) APA/Herbert Pfarrhofer (Herbert Pfarrhofer)
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In den ersten drei Jahren nach dem Kauf der Buwog und der ESG stieg der Buchwert um mehr als die Hälfte, berichtet "Der Standard".

Die Hinweise darauf, dass die Immofinanz sehr günstig zu den Bundeswohnungen gekommen ist, verdichten sich, berichtet "Der Standard". In den ersten drei Jahren nach dem Erwerb der Buwog und der ESG wertete der Immobilienkonzern den neuen Besitz demnach um mehr als 400 Millionen Euro auf, gehe aus den Geschäftsberichten hervor. Dort sei in Bezug auf Buwog auch von "glänzenden Renditeaussichten" und einem "attraktiven Preis" die Rede.

Auch Börse-Analysten sind überzeugt, dass die Immofinanz von dem Deal profitiert, schreibt die Zeitung. Zwar wären derartige Aufwertungen wegen der besseren Markteinschätzung üblich, allerdings nicht in dem Ausmaß: Der Buchwert der Buwog stieg in drei Jahren um mehr als die Hälfte. Dazu kamen Erlöse aus der Veräußerung von Wohnungen.

Für die Immofinanz hat sich der Kauf der Buwog jedenfalls rentiert. "Die Immofinanz konnte diesen enormen Bestand zu einem attraktiven Preis erwerben", ist im Geschäftsbericht 2004/05 zu diesem Thema nachzulesen. Tatsächlich brachte die Transaktion dem einstigen Highflyer an der Wiener Börse markante Gewinne. Schon im ersten Jahr der Einbeziehung der rund 20.000 Bundeswohnungen verbuchte Immofinanz eine Aufwertung von 100 Mio. Euro.

Gewinn stieg in den folgenden Jahren

In den folgenden Jahren wurde ein Zahn zugelegt (im Geschäftsbericht wurde übrigens die Formulierung gewählt: "Synergien mit der Buwog und hohes Wertsteigerungspotenzial sorgen für glänzende Renditeaussichten"): Die Bundes- und Eisenbahnerwohnungen (ESG) wurden 2006/07 um 159,7 Millionen aufgewertet. Im Jahr darauf kamen 162,4 Mio. Euro für Buwog und 25,4 Mio. Euro für die ESG hinzu. Macht unterm Strich deutlich mehr als die Hälfte des Kaufpreises von 750 Mio. Euro, berichtet die Tageszeitung.

"Im Umkehrschluss kann man sicher sagen, dass das Paket sehr günstig war", kommentiert RCB-Analyst Reinhard Ebenauer. Die Zuschreibungen seien zwar in diesen Jahren am Immobilienmarkt typisch gewesen - allerdings nicht in dem Ausmaß wie bei der Buwog. Massiv davon profitiert hat übrigens auch die Constantia Privatbank, weil sich ihre Gebühr für das Management der Immofinanz am Vermögen der börsennotierten Gesellschaft orientiert hat.

(APA)