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Das Raubgold der Nazis: Hitlers Hehler saßen in Bern

Joseph Goebbels, Funk und Ohlendorf mit Goldbarren aus dem Gold ermordeter Juden, 1944
Goebbels, Reichsbankpräsident Funk und SS- Gruppenführer Ohlendorf (verantwortlich für 90.000 Morde) vor Barren aus dem Gold getöteter Juden (April 1944).Scherl / SZ-Photo / picturedesk.com

Die Nationalsozialisten raubten das Gold ermordeter Juden und die Reserven besetzter Länder. Die Beute verkauften sie an die Schweizer Notenbank und erhielten dafür Franken. Nur so konnten sie in neutralen Drittstaaten wichtige Rohstoffe für Waffen kaufen. Das erste Opfer war (in diesem Fall wirklich): Österreich.

Das Gold der Nazis: Abenteurer suchen es im steirischen Toplitzsee, in Tunnels und Stollen. Doch am Ende stehen sie fast immer mit leeren Händen da. Zu finden wäre wohl nur, was Parteibonzen und SS-Schergen für sich persönlich abgezweigt hatten. Historikern geht es um anderes: Wie es ein verbrecherisches Regime dank geplünderter Zentralbankreserven unterjochter Staaten schaffte, sich ökonomisch über Wasser zu halten. Und wie dieses Gold einen Krieg in die Länge zog, der 50 Millionen Menschen das Leben kostete – auch dank der diskreten Komplizenschaft Schweizer Notenbanker.