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70 Jahre „Landeskaiser“

INTERVIEW: ERWIN PROELL
Erwin PröllAPA/HERBERT PFARRHOFER
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Der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll wurde am Samstag im Stift Göttweig gefeiert.

Abt Columban Luser begrüßte ihn humorvoll als „Landeskaiser“, der an diesem Nachmittag für „Kaiserwetter“ über Göttweig gesorgt habe. Und in diesem Tenor gingen die Ansprachen am Samstag weiter: Erwin Pröll, Niederösterreichs Landeshauptmann, feierte seinen 70. Geburtstag im Stift Göttweig. Rund 3000 Gäste waren gekommen: darunter Vizekanzler und Parteikollege Reinhold Mitterlehner und Burgenlands Landeshauptmann, Hans Niessl (SPÖ), um nur zwei zu nennen. Außenminister Sebastian Kurz musste sich krankheitsbedingt entschuldigen.

Begonnen hatte der Tag mit einem Festgottesdienst, den der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng zelebrierte. Sie wurde auch ins eigens aufgestellte Festzelt übertragen. Prölls Fazit am Ende des Gottesdienstes: „Der Herrgott hat's ganz schön gut mit mir gemeint.“ Dann dankte Pröll seiner Familie, allen voran seiner Frau Sissy, die ihm stets den Rücken freigehalten habe.

Von seinen 70 Lebensjahren hat er 24 immerhin an der Spitze der niederösterreichischen Landespolitik verbracht. Damit ist er der derzeit längstdienende Landeshauptmann Österreichs. 1992 wurde er erstmals zum Landeschef gewählt – und dann fünf Mal bestätigt. Ob er 2018 noch einmal antritt, lässt er noch offen. Darüber wurde auch am Samstag spekuliert. Eines steht jedenfalls fest: Die Entscheidung, nicht für das Bundespräsidentenamt kandidiert zu haben, dürfte er nicht bereut haben.

Seinen eigentlichen Geburtstag feiert Pröll übrigens am 24. Dezember. 1946 wurde er in eine Weinbauernfamilie in Radlbrunn (Bezirk Hollabrunn) geboren. NO/RED.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.12.2016)