SPÖ macht Druck auf Justizministerin.
Wien. Das österreichische Namensrecht hat so seine Tücken: Es kann passieren, dass ein Migrantenkind einen Nachnamen bekommt, der auf das falsche Geschlecht hindeutet. In vielen Sprachen weist nämlich die Namensendung auf das Geschlecht hin, diese Differenzierung kennt das österreichische Recht aber nicht. Albrecht Konecny, Chef der SPÖ-Bundesratsfraktion, macht nun mit einer Anfrage an Justizministerin Claudia Bandion-Ortner Druck auf ein neues Namensrecht. Bereits im August hatte der Grüne Albert Steinhauser im Gespräch mit der „Presse“ auf das Problem hingewiesen.
Betroffen ist übrigens auch die Wiener Grünen-Chefin Maria Vassilakou: Bekäme sie einmal einen Sohn, würde dieser auch Vassilakou heißen – obwohl dies auf griechisch „Tochter des Vassilakos“ bedeutet.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.10.2009)