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Seilbahn als wirtschaftliches Herz einer Region

Die Silvretta Seilbahn AG beschäftigt im Winter mehr als 500 Mitarbeiter und befördert jährlich 18 Millionen Gäste.

Ischgl. Zentrale Bedeutung für den Ischgler Tourismus kommt der Silvretta Seilbahn AG zu, sie bildet gewissermaßen das Rückgrat für den Aufstieg des bäuerlichen Dorfs zur Wintersport-Vorzeigedestination.
Im Jänner 1964 mit einer Pendelbahn und einem Schlepplift gestartet, sind heute in der Silvretta Arena, zu der auch die Schweizer Tochter, Bergbahnen Samnaun AG, gehört, 45 Lifte in Betrieb. Die Pistenfläche beträgt 506 Hektar. Das Skigebiet umfasst insgesamt 238 Kilometer Skipisten inklusive Skirouten.

Im vergangenen Jahr wurden in Ischgl 17,97 Millionen Personen befördert und mit im Schnitt 342 Mitarbeitern 71,2 Millionen Euro Umsatz erzielt. Das Unternehmen erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von 18,56 Millionen Euro. Die Steuerleistung betrug rund 19 Millionen Euro. Im Winter waren zuletzt 512 Mitarbeiter beschäftigt.

Von 1978 bis 2015 wurden 503 Millionen Euro investiert, sagt Seilbahnen-Chef Hannes Parth, der auf eine Eigenkapitalquote von 90 Prozent verweist. In Samnaun, wo im Vorjahr 7,17 Millionen Personen befördert und mit 274 Mitarbeitern 27,4 Millionen Euro umgesetzt wurden, waren es im selben Zeitraum Investitionen in Höhe 143 Millionen Euro.

 

20 Millionen Euro investiert

An der Silvretta Seilbahn AG hält die Gemeinde Ischgl 27,88 Prozent, der Gemeindeverband Panzaun 22,33 Prozent (davon wieder 33 Prozent Ischgl), der Verein der Ischgler Tourismusunternehmer 19,39 Prozent und private Streubesitzaktionäre 30,40 Prozent. Die Silvretta Seilbahn AG wiederum besitzt rund 53 Prozent der Bergbahnen Samnaun AG.

Für die laufende Wintersaison wurden in Ischgl wiederum 20 Millionen Euro investiert, etwa in die Flimjochbahn B2. An deren Bau waren 40 Unternehmen beteiligt, wobei 95 Prozent der Aufträge an österreichische Klein- und Mittelbetriebe gingen.

Nutznießer der Seilbahnen sind aber auch 60 Bauern, die seit 1997 einen eigenen Schlachthof haben, und denen seit 1998 um mehr als eine Million Euro Fleisch abgekauft wurde.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.12.2016)