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Ausgewiesene Diplomaten traten Heimreise an

Obama und Putin
Obama und PutinAPA/AFP (BRENDAN SMIALOWSKI)
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Insgesamt 96 russische Diplomaten verließen die US-Hauptstadt am Sonntag in einer Sondermaschine. Obama hatte die Ausweisung als Strafmaßnahme für russische Cyber-Attacken im US-Präsidentschaftswahlkampf bezeichnet.

Die von den USA ausgewiesenen 35 russischen Diplomaten sind am Sonntag nach Moskau gereist. Die zu "unerwünschten Personen" erklärten Botschaftsmitarbeiter und ihre Angehörigen - insgesamt 96 Menschen - verließen die US-Hauptstadt in einer von Russland entsandten Sondermaschine, wie die russische Botschaft in Washington laut Medien erklärte. Ein Sprecher des US-Außenministeriums bestätigte, dass die Russen die Vereinigten Staaten verlassen hätten. Damit hielten sie die 72-Stunden-Frist ein, die US-Präsident Barack Obama ihnen am Donnerstag zum Verlassen des Landes eingeräumt hatte. Obama hatte die Ausweisung als Strafmaßnahme für russische Cyber-Attacken im US-Präsidentschaftswahlkampf auf Kosten seiner Demokratischen Partei bezeichnet. Sie traf russische Diplomaten, die zugleich für den Geheimdienst ihres Landes gearbeitet haben sollen.

Russland entsandte eine Sondermaschine
Russland entsandte eine SondermaschineAPA/AFP (PAUL J. RICHARDS)

Obamas designierter Nachfolger Donald Trump äußerte am Samstag erneut Zweifel an entsprechenden US-Geheimdiensterkenntnissen. Wer solche "schwerwiegenden" Vorwürfe gegen Russland erhebe, müsse "sicher sein", sagte er. Trump tritt am 20. Jänner Obamas Nachfolge an. Er setzt sich für engere Beziehungen zu Moskau ein, was der Kreml wiederholt begrüßte. Trump stellt Obamas Entscheidung öffentlich auf den Prüfstand. "Die Frage ist, ob diese Reaktion im Verhältnis steht zu den unternommenen Handlungen? Vielleicht schon, vielleicht auch nicht", sagte der designierte Srecher im Weißen Haus, Sean Spicer, in einem Sonntag gesendeten Interview des Senders ABC. Trump werde das Thema deshalb bei anstehenden Treffen mit amerikanischen Geheimdienstvertretern ansprechen.

(APA/AFP/Reuters)