Aufschwung: Deutschland zieht Konjunkturprognose vor

** ARCHIV ** Eine Luftaufnahme zeigrt am 9. Januar 2009 die rauchende Schornsteine der ThyssenKrupp S
** ARCHIV ** Eine Luftaufnahme zeigrt am 9. Januar 2009 die rauchende Schornsteine der ThyssenKrupp S(c) AP (Frank Augstein)
  • Drucken

Die deutsche Regierung will ihre Konjunkturprognose noch vor den Koalitionsverhandlungen am Wochenende veröffentlichen. Das BIP-Minus soll statt sechs nur mehr 4,5 Prozent betragen.

Die deutsche Regierung will ihre neue Konjunkturprognose früher vorlegen als bisher geplant. Die Prognose für das Jahr 2009 solle bereits am Freitag veröffentlicht werden, berichtete das Blatt am Dienstag unter Berufung auf Kreise der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und FDP. Ursprünglich war die Veröffentlichung für den 21. Oktober vorgesehen. Die Zahlen sollen demnach als Grundlage für die bevorstehende Rund der Koalitionsverhandlungen am Wochenende genutzt werden.

Es gilt als sicher, dass die Prognose deutlich besser ausfällt als die Projektion vom Frühjahr 2009. Danach wird in der Regierung für 2009 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um rund 4,5 Prozent gerechnet. Offiziell geht Berlin bisher noch von sechs Prozent Minus aus.

Unterstützung für ihre Einschätzung bekommt die Regierung in Berlin vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier sagte, die deutsche Wirtschaft sei im dritten Quartal deutlich gewachsen. "Wir halten ein Plus von bis zu ein Prozent zum Vorquartal für möglich", sagte er. Hauptgrund sei der anziehende Export. Treier zeigte sich überrascht über das starke Wachstum. "Die Konjunkturwende kommt erstaunlich schnell und ist erstaunlich robust", sagte der Chefvolkswirt.

(APA)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.