Herta Müller erhält Franz-Werfel-Menschenrechtspreis

Neo-Nobelpreisträgerin Herta Müller
(c) REUTERS (RALPH ORLOWSKI)

Preisregen für die Autorin Herta Müller: Nach dem Nobelpreis wird ihr auch der Franz-Werfel-Menschenrechtspreis zugesprochen. Entschieden wurde das vor der Nobelpreis-Vergabe.

Die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller erhält den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis der Stiftung "Zentrum gegen Vertreibungen". Dies habe die Jury bereits am 1. Oktober - vor der Verleihung des Nobelpreises an Müller - beschlossen, teilte die Stiftung am Dienstag in Wiesbaden mit.

Mit dem mit 10.000 Euro dotierten Preis werde vor allem Herta Müllers neuer Roman "Atemschaukel" ausgezeichnet, in dem die 56 Jahre alte Autorin die Deportation eines Rumänien-Deutschen in ein sowjetisches Arbeitslager nach 1945 schildert.

Damit habe die aus dem Banat stammende Müller "dem vielfältigen Schrecken des Lagerlebens literarisch einzigartig Ausdruck gegeben". Das Buch mache deutlich, "dass auch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Menschenrechte in weiten Teilen Europas keine Heimstatt hatten", hieß es weiter.