Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Raiffeisen-Tochter LLI verkauft Casinos-Anteil an Tschechen

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
  • Drucken

Der Beteiligungsriese will sich auf das "Kerngeschäft im Bereich Lebens- und Genussmittel zu konzentrieren", so Generaldirektor Pröll. Auch die Uniqa verkauft ihre Anteile an die Tschechen.

Der Raiffeisen-Beteiligungsriese LLI (Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG) hat am Dienstag beschlossen, seinen durchgerechnet 11,35 Prozent schweren Anteil an der Casinos Austria AG zu verkaufen. Er geht an die CAME Holding GmbH, die der tschechischen Sazka Group a.s. zuzurechnen ist. Über den Kaufpreis herrscht Stillschweigen, teilte die LLI mit.

"Damit setzt die LLI ihre Strategie, sich auf ihr Kerngeschäft im Bereich Lebens- und Genussmittel zu konzentrieren, konsequent fort", hieß es von Generaldirektor Josef Pröll, früherer ÖVP-Vizekanzler, zur Entscheidung des LLI-Vorstandes.  Mit Vorliegen aller notwendigen Genehmigungen und einem Closing wird bis längstens erstes Halbjahr 2018 gerechnet.

Auch Uniqa verkauft an Tschechen

Auch die Uniqa-Versicherung, die wie die LLI zum Raiffeisen-Reich gehört, gibt ihre Anteile an den teilstaatlichen Casinos Austria an ein tschechisches Bieterkonsortium ab. Durchgerechnet geht es um einen Anteil von 11,35 Prozent an den Casinos, die ebenso an die tschechische CAME Holding gehen. Konkret verkauft die Assekuranz ihre 29,63 Prozent mittelbare Beteiligung an der Medial Beteiligungs-GmbH, die wiederum 38,29 Prozent an den Casinos hält, an die CAME.

Die Uniqarechnet mit einem Veräußerungsgewinn von 47,6 Millionen Euro. Das Closing soll wie bei der LLI spätestens im ersten Halbjahr 2018 erfolgen.

Ursprünglich war Verkauf an Novomatic geplant

LLI und Uniqa hatten im Vorjahr ihre Anteil der Novomatic angedient. "Da UNIQA und Novomatic AG nicht mehr mit einer kartellrechtlichen Freigabe der Transaktion rechnen, wurde der Vertrag mit Novomatic AG aufgelöst", teilte die UNIQA am Dienstag mit.

Novomatic hat gegen das Kartellgerichtsurteil Rechtsmittel beim Obersten Gerichtshof (OGH) eingelegt. Dieser hat bereits entschieden, das Urteil soll in den nächsten Tagen zugestellt werden.

Die Novomatic, die am Papier 41 Prozent gehalten hat, aber vom Kartellgericht zurückgepfiffen wurde, hat im Dezember den 17,2-prozentigen Casinos-Anteil von Maria Theresia Bablik übernommen. Die Novomatic und die tschechische Sazka-Gruppe, die fix 11,3 Prozent an den Casinos hat, sind neue Großaktionäre beim Glücksspielkonzern und halten auch 12,5 bzw. 11,56 Prozent an der Casinos-Tochter Lotterien. Der Dritte im Bunde ist der Staat mit 33,2 Prozent.

 

(APA/Red.)