Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hält die Banken zu einer transparenteren Kundeninformation an.
Wien. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat im vergangenen Jahr rund 8800 Anfragen und Beschwerden von Verbrauchern erledigt – 5800 kamen schriftlich, 3000 telefonisch. Der größte Teil von 2260 entfiel auf die Bankenaufsicht. Dahinter folgten 1240 Anfragen und Beschwerden zur Versicherungsaufsicht und etwa 1180 bezogen sich auf die Wertpapieraufsicht.
Viele Anfragen gab es im Zusammenhang mit den strengeren Vorschriften für die Identitätsfeststellung von Kunden, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung vorzubeugen. Das nahm die FMA zum Anlass, die Banken zu einer transparenteren Kundeninformation anzuhalten, teilte die Behörde am Dienstag in einer Aussendung mit. Auf Grund der geltenden Finanzmarktgesetze müssen österreichische Finanzinstitute, insbesondere Banken und Versicherungen, geeignete Beschwerdemanagementsysteme für Kunden einrichten. Erste Anlaufstelle für Beschwerden sind die Unternehmen, die FMA kontrolliert dann primär, ob die Beschwerdemanagementsysteme funktionieren.
Ein großes Thema waren die Probleme rund um Depotüberträge im Zusammenhang mit der Einstellung eines Online-Brokers. „Die FMA hat hier entsprechend ihrem gesetzlichen Auftrag dafür gesorgt, dass im Rahmen der Übertragungen den Verbraucherinteressen Rechnung getragen wurde. Die Depotüberträge sind mittlerweile ohne Schaden für die Kunden abgeschlossen worden.“ (red.)
("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.01.2017)