Bericht: Mindestens 25 Tote bei Luftangriff in Syrien

Der Angrif habe der radikalislamischen Rebellengruppe Fateh al-Sham gegolten, berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Bei einem Luftangriff auf die radikalislamische syrische Rebellengruppe Fateh al-Sham sind nach Angaben einer Nichtregierungsorganisation mindestens 25 Menschen getötet worden. Unter den Toten seien auch Führungsmitglieder der Gruppe, die früher mit dem Terrornetzwerk al-Qaida verbündet war, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag.

Der Luftangriff habe sich in der nordwestsyrischen Provinz Idlib ereignet. Wer den Angriff geflogen habe, sei unklar, teilte die oppositionsnahe Beobachtungsstelle mit. In der Vergangenheit hatten sowohl die US-geführte Koalition als auch Russland die radikalislamische Gruppierung aus der Luft angegriffen. Die Angaben der Beobachtungsstelle ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

In Syrien war am Samstag eine Waffenruhe zwischen Regierung und einigen Rebellengruppen in Kraft getreten, an der sich die Fateh al-Sham aber nicht beteiligte. Wegen anhaltender Kämpfe schien am Dienstag der Fortbestand dieser Waffenruhe fraglich.

(APA/AFP)

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