Trump bringt Wachstum

U.S. President-elect Donald Trump shakes hands with and Alibaba Executive Chairman Jack Ma after their meeting at Trump Tower in New York, U.S.
U.S. President-elect Donald Trump shakes hands with and Alibaba Executive Chairman Jack Ma after their meeting at Trump Tower in New York, U.S.(c) REUTERS (MIKE SEGAR)
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Warnung der Fed: Nach einem Konjunkturschub könnte die Politik Donald Trumps die Inflation anheizen.

Wien. Die angekündigten Steuer- und Haushaltsreformen des künftigen US-Präsidenten, Donald Trump, könnten Fed-Notenbankern zufolge zunächst die Wirtschaft stützen, dann jedoch zu Problemen bei Inflation und den Staatsschulden führen.

Unternehmen seien jüngsten Umfragen zufolge wegen der Pläne für Steuerkürzungen, höhere Infrastrukturausgaben und andere Maßnahmen zuversichtlich, sagte Dennis Lockhart, der die Fed von Atlanta leitet, am Donnerstag. Allerdings benötige die US-Wirtschaft gegenwärtig keine kurzfristigen Hilfen, betonte sein Kollege Charles Evans aus Chicago. Vielmehr würden längerfristige Strategien benötigt, um etwa dem Altern der Bevölkerung und der schwächelnden Produktivität zu begegnen.

„Die US-Wirtschaft könnte für ein, zwei oder mehrere Jahre einen Schub von vier Prozent Wachstum erleben“, sagte Evans bei einem Treffen des Versicherungsbranchenverbands American Council of Life Insurers. „Aber wenn das nicht von einer substanziellen strukturellen Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt und einem Produktivitätswachstum begleitet wird, wird ein solches BIP-Wachstum am Ende zu einem restriktiveren finanziellen Umfeld führen.“

Konjunktur entwickelt sich gut

Der Chef der Fed von St. Louis, James Bullard, sagte, die Auswirkungen von Trumps Maßnahmen dürften sich erst im kommenden Jahr bemerkbar machen. Daher sollten die Zinsen zunächst „außergewöhnlich tief“ bleiben.

Nach Worten von US-Notenbankchefin Janet Yellen entwickelt sich die Konjunktur derzeit gut. Kurzfristig gebe es keine gravierenden Hindernisse, sagte die Fed-Chefin bei einer Diskussion mit Lehrern und Erziehern. Der Arbeitsmarkt sei ziemlich stark. Langfristig sei sie jedoch mit Blick auf die sich vergrößernden Lohnungleichheiten und das schwache Wachstum bei der Arbeitsproduktivität besorgt. (ag.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.01.2017)

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